Hauptinhalt
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das gemeinsam von Prof. Dr. Sabine Mecking und PD Dr. Stephanie Zloch beantragte Kooperationsprojekt „Mobilität in 'globalisierten' Regionen: Das Rhein-Main-Gebiet und das Rheinland seit den 1970er Jahren“.
Das Phänomen der Globalisierung seit den 1970er Jahren rückt in der zeithistorischen Forschung zunehmend in den Fokus: in der strukturellen Verdichtung des Austauschs von Menschen, Gütern, Kapital und Daten ebenso wie in Reflexionen über die Globalisierung als diskursives Konstrukt. Das Projekt untersucht die Verflechtung unterschiedlicher Mobilitäten im Rhein-Main-Gebiet und im Rheinland auf Grundlage struktur-, wissens-, erfahrungs- und wahrnehmungsgeschichtlicher Ansätze. Es geht von drei Thesen aus: Technisch-strukturelle und epistemisch-kommunikative Mobilität sind untrennbar verbunden; die regionale Ebene eignet sich besonders zur Analyse alltäglicher Mobilität; die Pluralisierung von Migration prägte Ausmaß und Gestalt von Mobilität entscheidend. Untersucht wird, wie sich seit den 1970er Jahren die Mobilität von Menschen, Kapital und Daten entwickelte, welche Erfahrungs- und Wissensräume der „Globalisierung“ entstanden und welche Rolle regionale Mobilitätskonstellationen spielten.
Das Projekt nimmt 2027 seine Arbeit in Marburg auf.