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A1 - Neurobiologie des Vokalraums

Repräsentationen auf der Lautebene sind in der Phonetik seit vielen Jahren vor dem Hintergrund der kategorialen Wahrnehmung diskutiert worden. Wenn Lautrepräsentationen kategoriale Aspekte beinhalten, stellt sich die Frage, ob dies auch Konsequenzen für die neurobiologischen Grundlagen des Vokalraums hat, die sich in zerebraler Verortung und zerebraler Verarbeitung manifestieren sollten. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob und wie sogenannte »para«- oder »meta«-linguistuische Lauteigenschaften (z.B. Varianz in der Aussprache, dialektale und regiolektale Unterschiede, sprecherInnen-spezifische Eigenschaften) in Repräsentationen verankert sind.

Dissertationsprojekte in A1 richten sich an Studierende mit interdisziplinären Interessen in der Phonetik, Phonologie, Neurophonetik, Neurolinguistik und Neurodialektologie. Die Projekte ermöglichen die Verbindung phonetischer und variationslinguistischer Forschung (u.a. über deutschlandweit einmalige Sprachkorpora) mit neurowissenschaftlicher Methodik (Elektroenzephalographie [EEG], funktionelle Magnetresonanztomographie [fMRT]).

Mögliche Themenfelder sind:

  • Standardsprachliches Vokalsystem: Nachweis für symmetrische und asymmetrische kategorische Kontraste
  • Wie, wo und wann wird lautliche Varianz im Vokalsystem verarbeitet? Neurobiologische Evidenz
  • Repräsentationen im Wandel: Neuronale Grundlagen von Lautwandelprozessen