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Studiengänge

Das Studium der Historisch-Vergleichenden Sprachwissenschaft ist in Marburg im Rahmen verschiedener Studiengänge möglich.

  • Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft (Hauptfach oder Nebenfach im Kombinationsbachelor)

    Ab dem Wintersemester 2022/23 ist ein Studium der Historisch-Vergleichenden Sprachwissenschaft im Rahmen des Marburger Kombinationsbachelors als Haupt- oder Nebenfach möglich. In diesen beiden Teilstudiengängen steht die Beschäftigung mit den ältesten Sprachstufen der indogermanischen Sprachfamilie und ihren Textzeugnissen im Vordergrund. Neben alten Sprachen wie Sanskrit, Hethitisch oder Latein erwartet Studierende auch die Auseinandersetzung mit Phänomenen des Sprachwandels und der Sprachentwicklung und die Rekonstruktion der nicht bezeugten gemeinsamen „Grundsprache“, dem Ur-Indogermanischen.

    Der Hauptfachteilstudiengang sieht eine intensivere sprachwissenschaftliche Ausbildung und den Erwerb mehrerer indogermanischer Sprachen vor (verpflichtend: Sanskrit, Latein, Hethitisch), die die Grundlage für die Beschäftigung mit Sprachvergleich und Rekonstruktion darstellen. Zur fachlichen Profilierung stehen hier verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, z.B. im Marburger Schwerpunkt „Anatolische Sprachen“.

    Im Nebenfachteilstudiengang wird eine linguistische Basisausbildung vermittelt und Studierende entscheiden sich nur für eine indogermanische Grundlagensprache (Altindisch, Latein, Hethitisch, Altgriechisch), anhand derer die Methoden des Sprachvergleichs und der Rekonstruktion erlernt werden. Im Profilbereich kann hier z.B. eine weitere indogermanische Sprache gewählt werden.

  • M.A. Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft

    Gegenstand des Studiums der Historisch-Vergleichenden Sprachwissenschaft im Master ist die indogermanische Sprachfamilie. Das Ziel dieser Disziplin ist es, das Verwandtschaftsverhältnis, das zwischen den zu diesem Sprachstamm gehörenden Sprachen besteht, zu bestimmen und Einsichten in die Differenzierungsprozesse zu gewinnen, die bis zu den heute gesprochenen Sprachen geführt haben. Die Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft wendet sich bevorzugt den frühest greifbaren Stufen der Einzelsprachen zu und versucht, deren sprachliche Zeugnisse möglichst genau zu erfassen, die Lautsysteme und grammatischen Strukturen detailliert zu beschreiben, den Wortschatz zu sammeln sowie die Wortbedeutungen zu ermitteln. Neben einer umfassenden Ausbildung in historisch-vergleichender (indogermanischer) Sprachwissenschaft wird in Marburg auch eine Vertiefungsrichtung in der Anatolistik (Hethitologie) sowie in typologisch-vergleichender Sprachwissenschaft angeboten. 

  • B.A. Historische Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften (HSLK)

    Dieser Studiengang, in dem die Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft als Schwerpunkt gewählt werden kann (Einschreibung letztmalig im Wintersemester 2022/23), führt ein in die Geschichte von Sprachen, Literaturen und Kulturen – von Irland über das alte Rom und das antike Griechenland und den Vorderen Orient bis nach Indien und Tibet oder zum Ursprung der indogermanischen Sprachen. Bildungsziel des Studienganges ist die Fähigkeit zum Umgang mit den überlieferten Texten verschiedener Kulturräume Europas und des Orients. Die Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft widmet sich in diesem interdisziplinären Rahmen der genetischen Verwandtschaft und der frühen Geschichte der Zweige der indogermanischen Sprachfamilie, z.B. Sanskrit, Hethitisch Latein und Griechisch.

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