20.05.2019 Festkolloquium zum 65. Geburtstag von Professor Dr. Christoph Friedrich

Geschäftsführenden Direktors des Institutes für Geschichte der Pharmazie der Philipps Universität Marburg

Zahlreiche Gäste im gut besuchten Hörsaal
Foto: Regina Gerlach-Riehl

Am 11. Mai 2019 fand im Großen Hörsaal des Institutes für Pharmazeutische Chemie ein Festkolloquium aus Anlass des 65. Geburtstages des geschäftsführenden Direktors des Institutes für Geschichte der Pharmazie, Professor Dr. Christoph Friedrich, statt. Das Kolloquium wurde traditionsgemäß mit Musik des Streichquartettes von Professor Friedrich eröffnet und die Begrüßung übernahm die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie und apl. Professorin am Fachbereich Pharmazie, Frau Professorin Dr. Sabine Anagnostou.

Festkolloquium, Prof. Dr. Friedrich
Foto: Regina Gerlach-Riehl

Sie hielt auch die Laudatio und überreichte dem Jubilar gemeinsam mit der Mitherausgeberin, Frau Dr. Ariane Retzar, die Festschrift „Facetten der Pharmaziegeschichte“, die Beiträge von 16 Pharmazie- und Medizinhistorikern aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Spanien und der Türkei enthält.

Grußworte hielten der Dekan des Fachbereiches, Professor Dr. Michael Keusgen, der Präsident der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft, Professor Dr. Stefan Laufer aus Tübingen, sowie der Präsident der Internationalen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie, Professor Dr. Axel Helmstädter aus Frankfurt.

Im Zentrum des wissenschaftlichen Programmes standen drei Vorträge. Den ersten hielt der Alt-Präsident der Internationalen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie, Professor Dr. François Ledermann aus Bern, der aus der Perspektive des Auslandes die Rezeption des Wirkens deutscher Pharmaziehistoriker im Spiegel ausländischer Zeitschriften, vorwiegend der französischen ‚Revue d’Histoire de la Pharmacie, vorstellte. Er gab einen guten Überblick über die Rezeption der deutschen pharmaziehistorischen Literatur im Ausland und erwähnte auch die Arbeit von Friedrich und Müller-Jahncke. Die anderen Vorträge hielten ehemalige Schüler von Christoph Friedrich, zum einen Professor Dr. Ulrich Meyer, der als Honorarprofessor an der Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald lehrt. Er sprach über ein Thema zur Industriegeschichte „Salicylsäure aus Radebeul – ein Start-up des 19. Jahrhunderts?“ und gab Einblicke in die Produktion und Bedeutung des ehemaligen Arzneimittels Salicylsäure. Dr. Stefanie Boman-Degen erläuterte ein wichtiges Arbeitsgebiet des Jubilars, nämlich Apothekerbiographien, und zeigte die Bedeutung dieses Arbeitsgebietes für die Pharmaziegeschichte unter besonderer Berücksichtigung des in der NS-Zeit wirkenden Walther Zimmermanns (1890–1945), der zu den fruchtbarsten Autoren dieser Zeit gehörte, zugleich aber auch ein überzeugter Nationalsozialist war.

Am Symposium nahmen circa 170 Personen teil, vor allem Schüler von Christoph Friedrich, Pharmaziehistoriker aus Deutschland, aber auch aus der Schweiz, Frankreich und der Türkei sowie auch Kollegen aus dem Fachbereich, der Universität und pharmazeutische Hochschullehrer.

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