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Tätigkeitsfelder Wirtschaftswissenschaften

Auch wenn die die Wirtschaftswissenschaft formal zu den Gesellschaftswissenschaften zählt, hat sie sich im Laufe der Zeit einen eigenständigen, herausgehobenen Platz im Reigen der akademischen Fächer erarbeitet. Die moderne Wirtschaftswissenschaft unterscheidet sich in Fachkultur, Lehr- und Lernmethoden sowie Forschungsfeldern deutlich von anderen Gesellschaftswissenschaften. Sie liefert ihren Studierenden und Absolvent*innen einen auf dem Arbeitsmarkt angesehenen Abschluss, konkrete Berufsbezeichnungen (Kaufmann/-frau, Ökonom/in) und überdurchschnittlich gute Arbeitsmarktchancen.

Auch wenn nicht wenige Menschen aus den Wirtschaftswissenschaften im akademischen Betrieb verbleiben, ist der Hang, sich „der Wirtschaft“ zuzuwenden, auch bei Studierenden an Universitäten ungebrochen. Das Wissen über das Wirtschaften wird gebraucht, Wirtschaftswissenschaftler*innen als Anwender*innen dieses Wissens werden gebraucht!

Es geht um die Voraussetzungen und Methoden genauso wie um die Bedingungen und Ziele nachhaltig erfolgreichen wirtschaftlichen Handelns, sowohl aus der Perspektive der Einzelnen als auch aus der der Vielen.

Diese Ausdifferenzierung des Faches anhand von Mikro- und Makro-Ökonomik schreitet weiter fort, allerdings ist zu beobachten, dass sich die beiden großen Traditionslinien der Betriebswirtschaftslehre (BWL) und Volkswirtschaftslehre (VWL) allmählich wieder annähern. Spätestens auf den Feldern von Führung und Leitung sowie Innovation und Verantwortung finden beide Disziplinen wieder zusammen.

Der konkrete Charme der Wirtschaftswissenschaften auf dem Arbeitsmarkt liegt in der Verzahnung von Theorie und Praxis, in Empirie und Statistik, sowie in der Übertragbarkeit eines ganzen Koffers von Werkzeugen („Tools“) und Methoden. Für Berufseinsteiger*innen, egal ob BWL- oder VWL-orientiert, lohnt es sich, die „Tools“ der jeweils anderen Seite wenigstens zu kennen.

Während der Berufseinstieg für BWL-orientierte Wirtschaftswissenschaftler*innen durchaus schon auf Basis des Bachelorabschlusses gut gelingen kann („studierte Kaufleute“), entstehen passende Berufschancen in der VWL häufig erst ab der Master-Ebene.

Wenn Menschen aus der BWL und der VWL anfangs getrennte Wege zu durchlaufen scheinen, treffen sie sich im weiteren Verlauf ihres Berufslebens, je nach eigener Neigung, auf der Ebene von Kammern, Dachverbänden, Aufsichtsbehörden, Fonds und Rückversicherern wieder – durchaus auch im internationalen Umfeld.


Auf einen Blick