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Internationale Studiengänge

Internationale Studiengänge werden in Zeiten immer wachsender Individualisierung und Flexibilisierung von Studienverläufen sowie fortlaufender Globalisierung zu einem immer wichtigeren Instrument im internationalen Hochschulraum. Sie führen zu einer Stärkung der internationalen und interkulturellen Kompetenzen der Studierenden und ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Durch die Bologna-Reform und die damit verbundene Einführung des Kosekutivsystems hat sich die Flexibilität nach dem ersten Studienabschluss erhöht, sodass eine Internationalisierung insbesondere im Masterbereich hohes Potential bietet, neue Studierendenmärkte zu erschließen und zu einer Stärkung des internationalen Profils des Fachbereichs und der Philipps-Universität beiträgt.

Sollten Sie an der Entwicklung eines internationalen Studiengangs interessiert sein, nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt mit dem Referat für Studiengangentwicklung sowie dem Dezernat für Internationale Angelegenheiten auf. Die Entwicklung eines internationalen Studiengangs kann je nach Ausprägung mit verschiedenen Spezifika einhergehen, die ggf. einen längeren Prozess bedürfen.

Tiefergehende Informationen und Beispiele finden Sie außerdem in unserer Handreichung zur Entwicklung eines internationalen Studiengangs.

Formate internationaler Studiengänge

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) empfiehlt eine Klassifizierung von internationalen Studiengängen in fremdsprachige Studiengänge, Studiengänge mit obligatorischem Auslandsjahr und Joint Programme. Dieses stufenförmige Kaskadenmodell – jede „Klasse“ bedeutet einen weiteren Internationalisierungsschritt – findet auch Verwendung an der Philipps-Universität. Jedoch gilt auch: Aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten, einen Studiengang zu internationalisieren, kann diese Definition nicht abschließend sein. So wird es immer Studienformate geben, die sich mit allem Recht als „international“ bezeichnen können – z.B. weil sie eine sehr internationale Zielgruppe einschließen –, jedoch von dieser Definition nicht umfasst werden.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Fremdsprachige StudiengängeFremdsprachige Studiengänge

    Laut der Definition der Hochschulrektorenkonferenz fallen unter diese Klasse Studiengänge, die „einen mindestens 40-prozentigen Anteil fremdsprachiger Pflicht-Lehrveranstaltungen aufweisen, die nicht nur die Umgangs-, sondern auch die Fachsprache vermitteln“. Diese klar quantifiziert scheinende Definition ist gewiss nicht einfach auswertbar und erfüllt auch nicht in vollem Maße ihren Zweck. Generell sollte gelten, dass in einem fremdsprachigen Studiengang - in der Regel geht es um Englisch - der gesamte Studiengang aus Sicht der internationalen Zielgruppe gedacht und entwickelt werden sollte. Der Studiengang sollte bestenfalls komplett auf Englisch studiert werden und der Fachbereich Service in englischer Sprache zur Verfügung stellen können.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Studiengänge mit obligatorischem AuslandsjahrStudiengänge mit obligatorischem Auslandsjahr

    Ein Auslandsaufenthalt ist für die Studierenden in vielerlei Hinsicht bereichernd - nicht zuletzt deshalb weisen sämtliche Bachelor- sowie Masterprüfungsordnungen der Philipps-Universität ein empfohlenes Auslandsfenster auf. Studiengänge mit obligatorischem Auslandsaufenthalt gehen noch einen Schritt weiter: Ein Auslandsaufenthalt ist nicht nur empfohlen, sondern integraler Bestandteil des Curriculums. Dies bietet einerseits für die Studierenden perfekte Rahmenbedingungen, die mit einem Studium an einer Partneruniversität verbundenen interkulturellen und internationalen Studienerfahrungen zu sammeln, bedeutet jedoch andererseits für den Fachbereich einen entsprechenden Mehraufwand, denn dieser hat dafür Sorge zu tragen, dass die Studierbarkeit gewährleistet ist, d.h. für jeden Studierenden ein entsprechender Austauschplatz zur Verfügung steht. Die Entwicklung eines Studiengangs mit obligatorischem Auslandsaufenthalt ist daher eng verzahnt mit dem Aufbau einer zuverlässigen Kooperation mit ausländischen Hochschulen, die gegenseitig Studierendenplätze bereitstellen.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Joint ProgrammeJoint Programme

    Unter Joint Programmen versteht man Studiengänge, die von mehreren kooperierenden Hochschulen gemeinsam angeboten werden. Dabei unterscheidet man zwischen Joint Degree (es wird ein gemeinsames Zeugnis vergeben) und Double Degree (jede Hochschule stellt ihr eigenes Zeugnis aus, die jedoch dergestalt verzahnt sind, dass sie nur in Verbindung mit den anderen Zeugnissen eine gemeinsame Abschlussurkunde bilden). Joint Programme bilden die Königsklasse von internationalen Studiengängen und stellen daher ein wichtiges Instrument für die Schaffung eines gemeinsamen europäischen bzw. internationalen Bildungsraumes dar. Die Entwicklung eines Joint Programms erfordert jedoch viel Kooperationsbemühen und ist ein sehr aufwändiger Prozess. Wir unterstützen Sie dabei gerne in Kooperation mit dem Dezernat für Internationale Angelegenheiten.