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Die Weiterentwicklung eines Bachelor- bzw. Masterstudiengangs

Prozessgrafik zur Weiterführung eines Studiengangs. Die grundlegenden Aspekte werden im nachfolgenden Text erläutert. Für detailliertere Informationen bitte direkt an die Studiengangentwicklung wenden.

Nachdem ein Studiengang akkreditiert wurde, muss er sich in der Praxis beweisen. Die Reakkreditierung eines Studiengangs unterscheidet sich insofern von einer Erstakkreditierung, als die in der Erstakkreditierung vorgelegte Studiengangidee in der Praxis umgesetzt und erprobt werden konnte. Im Unterschied zum erstmaligen Akkreditierungsverfahren liegt der Schwerpunkt beim Reakkreditierungsverfahren in der Diagnose über den Erfolg des Studiengangs auf Grund empirischer Datenerhebung. Daher muss eine Qualitätsbeurteilung des zu reakkreditierenden Studiengangs die bisherigen Ergebnisse des Studiengangs und die „Praxistauglichkeit“ als Prüfkriterium einbeziehen. Bei der Reakkreditierung stehen insbesondere die Ergebnisse aus der Umsetzung der Bachelor- und Masterprogramme sowie die universitären Bemühungen zur Qualitätsentwicklung im Zentrum der Betrachtung.

Um die unterschiedlichen Anforderungen zu erfüllen, begleiten und koordinieren die Mitarbeiter der Studiengangentwicklung die nötigen Verfahrensschritte. Damit können nicht nur Zeit- und Personalressourcen geschont werden, zugleich ist auch gewährleistet, dass Fachbereichsvorstellungen und externe sowie inneruniversitäre Anforderungen zu einem kohärenten Konzept zusammengeführt werden.

Die Arbeitsschritte der Weiterentwicklung untergliedern sich in drei Teilbereiche: das Erstellen

  • des Weiterführungskonzepts,
  • der Überarbeitung der Prüfungsordnung sowie
  • der Selbstdokumentation für die Reakkreditierung.

Grundsätzlich ist im Vorfeld einer Studiengangweiterentwicklung eine Beratung erforderlich. Nur aufgrund eines persönlichen Gesprächs können wir gemeinsam Ihren individuellen Zeitplan abstecken und Ihnen die erforderlichen Unterlagen zur Erstellung des Konzepts, der Prüfungsordnung und der Selbstdokumentation aktuell zusammenstellen.

Bitte kontaktieren Sie uns.

Weiterführende Unterlagen finden Sie im Downloadbereich der Studiengangentwicklung.

 

Zum Weiterführungskonzept

Circa ein und ein halbes Jahr bevor die vorangegangene Akkreditierung ausläuft, muss das Präsidium auf der Basis seiner gesetzlich verankerten Entscheidungshoheit über die Weiterführung der Studiengänge beschließen. Es prüft und bewertet in diesem Zusammenhang Informationen zum Erfolg des Studienprogramms, zu geplanten Änderungen sowie Kennzahlen der Studiengänge (Absolventen- und Einschreibezahlen), die über das Weiterführungskonzept der Stabsstelle SL vorgelegt werden.

Zur Weiterführung von Studiengängen an der Philipps-Universität Marburg ist neben dem positiven Votum des Präsidiums auch eine Zustimmung des Fachbereichsrats erforderlich.

Zur Überarbeitung der Prüfungsordnung

Aus der Überarbeitung eines Studiengangs resultiert in der Regel eine Überarbeitung und Anpassung der Prüfungsordnung. Je nach Umfang wird eine punktuelle Änderungssatzung bzw. eine Neufassung erstellt. Jede inhaltliche Änderung einer Prüfungsordnung muss durch ein geordnetes Prüf- und Gremienverfahren legitimiert sein. Änderungen gelten nur dann verbindlich, wenn diese in den Amtlichen Mitteilungen veröffentlicht worden sind.

Zur Selbstdokumentation für die Reakkreditierung

Die Reakkreditierung von Studiengängen erfolgt auf der Basis von schriftlichen Unterlagen (Selbstdokumentation) und i.d.R. einer Vor-Ort-Begutachtung. Neben Schilderungen des Ist-Zustandes, sollten in der Selbstdokumentation bei Reakkreditierungen die Änderungen, ggf. auch geplanten Änderungen am Studiengang möglichst evidenzbasiert erläutert und begründet werden.

Wurden alle erforderlichen Unterlagen fristgerecht bei der Agentur eingereicht, prüft diese die Unterlagen auf Vollständigkeit. Anschließend wird die Gutachtergruppe zusammengestellt. Die Hochschule hat die Möglichkeit, begründeten Einspruch gegen die Gutachter zu erheben.

Bei der Vor-Ort-Begehung finden Gespräche mit Fachvertreterinnen und Fachvertretern, der Hochschulleitung und Studierenden statt. Die Gutachterinnen und Gutachter bekommen dadurch die Möglichkeit, sich ein detailliertes Bild vom Studiengang und den vorhandenen Ressourcen zu verschaffen. Es folgt ein Bericht der Gutachter über die Vor-Ort-Begehung und die eingereichten Unterlagen. Die Hochschule kann innerhalb von zwei Wochen Stellung zu diesem Bericht beziehen.

Zuletzt erfolgt die Mitteilung des Ergebnisses der Reakkreditierung. Dieses kann eine Reakkreditierung ohne Auflagen oder mit Auflagen, eine Aussetzung des Verfahrens oder die Ablehnung der Reakkreditierung beinhalten.

Der Zyklus der Weiterentwicklung inklusive der Reakkreditierung wiederholt sich fortlaufend in regelmäßigen Intervallen von circa sieben Jahren.

Achtung: Im Verfahren sind Fristen zu beachten, über die wir Sie gern informieren.