17.03.2026 Streik vereint Klinikum und Landesdienst
Tausend Beschäftigte aus der Daseinsvorsorge gingen gemeinsam auf die Straße.
Gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen in der öffentlichen Daseinsvorsorge: Erstmals haben Beschäftigte des privatisierten Universitätsklinikums und aus dem öffentlichen Dienst des Landes Hessen zusammen gestreikt, um Verbesserungen in ihren Tarifverträgen durchzusetzen. An die 1.000 Kolleginnen und Kollegen folgten am 17. März 2026 in Marburg dem Streikaufruf von ver.di und weiteren Gewerkschaften.
Im Jahr 2006 verkaufte das Land Hessen die Unikliniken in Gießen und Marburg an einen privatwirtschaftlichen Konzern. 20 Jahre später steht die Gesundheitsversorgung ebenso unter Druck wie die Bildung und der ganze Öffentliche Dienst - beide Bereiche verhandeln derzeit über ihre Tarifverträge, die einen mit dem Land, die anderen mit dem Klinikmanagement. Die Arbeit fürs Gemeinwohl ist unattraktiv geworden, viele Beschäftigte suchen ihr berufliches Glück anderswo. Die Streikbewegungen halten dagegen: „Egal ob Land oder UKGM – zusammen geht mehr!“, verlautbarten die Streikbeteiligten auf dem Frontbanner der Demonstration.
Wer an der öffentlichen Daseinsvorsorge spart, gefährdet das demokratische Gemeinwesen: Diese Überzeugung eint die Beschäftigten aus UKGM und hessischem Landesdienst. ver.di-Gewerkschafter Mathis Heinrich von der Uni Marburg hob vor Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und des Uniklinikums hervor, wie umfangreich beide zum öffentlichen Wohl beitragen. „Gesundheit, Bildung, Soziales, Verwaltung: Eine Investition in uns ist eine Investition in die Gesellschaft!“
Forderungen der Gewerkschaften in der Tarifrunde des Landes (TV-H)
Weitere Informationen zur hessischen Tarifrunde gibt es auf unseren Messengerkanälen.