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Das Marburger Landgrafenschloss

Foto: Markus Farnung
Das Landgrafenschloss in Marburg bestimmt das gesamte Stadtbild. Das Schloss gehört zur Universität.

Das Landgrafenschloss thront hoch über der Marburger Altstadt und ist eine der Hauptattraktionen unter den Sehenswürdigkeiten unserer Stadt. Der Schlossberg hat eine Höhe von 287 m ü. NN und bildet einen Ausläufer des Marburger Rückens – einem Buntsandstein Hochland.

Neben seiner historischen Bedeutung als erste Residenz der Landgrafenschaft Hessen ist das Schloss von großem kunst- bzw. bauhistorischem Interesse.

Kurzinformation zu den Räumlichkeiten

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In dem unteren Geschoss des Saalbaus liegt der so genannte „Waldecker Saal“, der vor dem anschließenden kleinen Rittersaal liegt, diese werden für Wechselausstellungen genutzt. Nach rechts führt der Weg zum mittleren und oberen Geschoss des Leutehauses. Vom mittleren Geschoss aus gibt es einen Zugang zur Schlosskapelle im Südflügel und zum Museum im Ostflügel (Wilhelmsbau). Zwei kleine Portale führen zum Nordflügel (Saalbau) und direkt in den Fürstensaal, einen der größten und schönsten weltlichen Innenräume der deutschen Gotik. Der Saal wird für Konzerte und repräsentative Veranstaltungen genutzt. Die große Nische an der Nordseite des Saales war vermutlich der Platz für den fürstlichen Thron. Aus der Renaissance-Zeit stammen der große Ofen und die beiden Türumkleidungen aus Edelholz mit vorzüglichen Einlegearbeiten.

Besonders prachtvoll ist das große südliche Portal von 1573 mit Durchgang zum großen Saal im Westflügel (Frauenbau). Hier kann man durch gläserne Bodenplatten und Pyramiden aus Glas auf die Ausgrabungen mit Mauerresten des ältesten Bauwerks (um 900) und Gebäudeteilen des 11. und 12. Jahrhunderts hinab sehen. In diesem Saal befindet sich auch eine umfangreiche Ausstellung zur Geschichte der Burg und zur Entstehung des Landes Hessen.

Dann geht es weiter in den Südflügel (Landgrafenbau). Hier fand 1529 auf Einladung von Landgraf Philipp dem Großmütigen das Marburger Religionsgespräch statt, ein Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung.

Nach der Durchquerung des „Landgrafensaals“ – mit einer freigelegten Doppelarkade von 1481 – führt eine Tür, rechts am Ende des Saales, in die 1288 geweihte Schlosskapelle. Diese hat eine vollständige mittelalterliche Ausmalung, die in ihrer ursprünglichen Form und Farbe wiederhergestellt wurde.

Auch der wertvolle alte Fußboden wurde sorgfältig restauriert. Eine Besonderheit unter den Wandgemälden ist die 6 Meter hohe Darstellung des Christophorus. Durch die Tür links vor dem Altar erreicht man die Sakristei und danach den Übergang zum Museum für Kulturgeschichte im Ostflügel (Wilhelmsbau).

Die Besichtigung des Fürstensaals, des ältesten hessischen Thronsaals, der 1288 geweihten Schlosskapelle mit ihren Fresken und dem original erhaltenen Mosaiksteinfußboden sowie weiterer historischer Räume im Landgrafenschloss is zu den Öffnungszeiten des Universitätsmuseums für Kulturgeschichte möglich (Nov.- März: Di.-So. 10 bis 16 Uhr, April-Okt.: Di.-So. 10 bis 18 Uhr).

Marburg Tourismus bietet  Gästeführungen durch das Schloss und andere Sehenswürdigkeiten an.

Fürstensaal im Marburger Landgrafenschloss

Der im 13. Jahrhundert unter Heinrich I. im Nordtrakt gelegene und errichtete Fürstensaal im 2. OG des Schlosses ist mit seinen rund 480 Quadratmetern einer der bedeutensten und größten profanen Säle der deutschen Gotik. Vier achteckige Pfeiler teilen den Raum in zwei Schiffe zu je fünf Jochen.  In der Nische an der befensterten Nordseite, gegenüber des Eingangsportals, befand sich demnach ursprünglich der Thron. Am westlichen Teil der südlichen Längswand sind Reste einer spätgotischen Freskenmalerei mit einer Jagdszene erhalten. Auch der Sandsteinfußboden ist noch mittelalterlichen Ursprungs.

In der Renaissance wurde der Saal durch einen Ofenaufbau aus Stein mit vier Steinmetzzeichen und zwei Prunktüren mit Intarsien und Schnitzereien von Nikolaus Hagenmüller ausgeschmückt. Im Portalaufbau einer Tür ist das Doppelwappen Landgraf Ludwigs IV. und seiner Gemahlin enthalten. Vermutlich fand im Fürstensaal auch das 1529 von Landgraf Philipp dem Großmütigen einberufene Marburger Religionsgespräch zwischen Luther, Zwingli und weiteren Theologen statt. Er wurde ausschließlich zu weltlichen Zwecken errichtet. Noch heute wird der Fürstensaal zu besonderen festlichen und kulturellen Anlässen genutzt.

Folgende Veranstaltungen sind im Fürstensaal möglich:

Kultur

  • Lesungen
  • Theateraufführungen
  • Konzerte

Wissenschaft

  • Vorträge
  • Empfänge von Tagungen und Kongressen

Offizielle Firmenveranstaltungen

  • Jubiläen
  • Präsentationen
  • Festakte

Grundsätzlich kann der Fürstensaal erst nach den Öffnungszeiten des Schlosses für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden, d.h. in den

Wintermonaten (Nov. – März) ab 16:00 Uhr
Sommermonaten (April - Okt.) ab 18:00 Uhr

Der Fürstensaal bietet bei einer Bankett- /Tischbestuhlung max. Platz für 192 Personen und bei einer Konzert- /Reihenbestuhlung max. 199 Personen einen Platz. Die Bestuhlung kann auf die Teilnehmerzahl angeglichen werden.

Direkt anliegend zum Fürstensaal befindet sich ein größeres Foyer, welches bei Veranstaltungen auch mit genutzt werden kann. Im Foyer befindet sich eine Theke mit integriertem Spülbecken (Warm- und Kaltwasser), 4 Kühlschränke und ein Geschirrspüler.

Ausstattung

Bitte beachten Sie außerdem die Tagungshinweise des Hochschulrechenzentrums, die Multimedia-Ausstattung der Seminarräume und Hörsäle, sowie die Entgeltliste der fest installierten Technik und der Leihgeräte des Hochschulrechenzentrums.

Equipment

! nur uniintern einsehbar, für uniexterne auf Anfrage !

Für Veranstaltungen im Fürstensaal kann, je nach Verfügbarkeit, entsprechendes Veranstaltungsequipment (Bistrotische, Stellwände, Rednerpult, Tische, Stühle, etc.) bereit gestellt werden, dies muss vorab angemeldet werden und ist unter Umständen kostenpflichtig.

Weiteren Tagungsbedarf erhalten Sie beispielsweise über das Dezernat V.

Hausordnung

Aktuelle Fassung der Hausordnung

Bestuhlungspläne

Bankettbestuhlung (192 Plätze)
Konzertbestuhlung (199 Plätze)

Nutzungsplan Foyer vor dem Fürstensaal

Seminarraum und Lutherzimmer im Südflügel

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Den Seminarraum (Foto) erreicht man über einen Zugang im Südflügel des Schlosses, welcher sich direkt gegenüber dem Haupteingang im Innenhof befindet. Über eine Wendeltreppe gelangen Sie hoch in den wunderschönen Raum. Bei einem Seminar und einer Besprechung kann man den herrlichen Ausblick über die Altstadt und über weite Teile von Marburg genießen.

Der Saal bietet ca. 25 Personen einen Platz. Die Bestuhlung darf nicht verändert werden. Des Weiteren verfügt der Raum über eine Leinwand, einen Overhead-Projektor und einer kleinen Kaffeenische mit Geschirr, Kaffeemaschine und Kühlschrank.

Kleiner Saal oder Lutherzimmer im Südflügel

Lutherzimmer-Schloss.jpg

Angrenzend zum Seminarraum befindet sich das Lutherzimmer (Foto) oder kleiner Saal genannt, in dem auch Standesamtliche Eheschließungen statt finden.

Weitere Informationen zu standesamtlichen Eheschließungen finden Sie beim Standesamt der Stadt Marburg.

Wegbeschreibung zum Marburger Landgrafenschloss