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Gender und Religion

 

Die interdisziplinäre Forschungsgruppe (FB 03 / FB 05) beschäftigt sich mit den – ebenso  konfliktreichen wie kreativen – Zwischenräumen im  Zusammenleben multireligiöser Gesellschaften, und zwar unter dem Fokus von Religion und Geschlecht. Unweigerlich entstehen Konkurrenzen, Konflikte und Kollisionen beim Aufeinandertreffen unterschiedlicher normativer Ordnungen. Immer wieder muss das soziale Miteinander neu verhandelt werden. Divergente Vorstellungen bezüglich der Geschlechterordnungen erzeugen dabei ebenso Spannungen wie religiöse Orientierungen; denn beide prägen wesentlich Haltungen gegenüber sozialer Integration. Fundamentalisierung wie Flexibilisierung geschlechtsspezifischer Rollenvorgaben und Handlungsnormen werden oft religiös begründet.
Neben offiziellen, institutionalisierten Foren zur Bearbeitung von Konflikten in diesem Spannungsfeld sind Erfahrungen und Aushandlungsprozesse in der sozialen Alltagspraxis von ebenso großer Bedeutung. Die Forschungsgruppe nimmt historische  und gegenwärtige Probleme in den Blick:

  • In historischer Perspektive soll untersucht werden, in welcher Weise Geschlechterdiskurse Aushandlungsprozesse verschiedener ethnischer und religiöser Gruppen spiegeln und wie die Kategorie „Geschlecht“ in religiöser Werbung oder Diffamierung eingesetzt werden. Zugleich soll Präsenz und Repräsentanz der Geschlechter in multireligiösen Räumen untersucht werden.
  • Für die Gegenwart ist Gegenstand der Untersuchung beispielsweise die Frage, wie mit unterschiedlichen religiösen Tradierungen innerhalb einer Familie umgegangen wird bzw. welche Aufgaben Männern und Frauen etwa in der Familie, in der Religionsgemeinschaft, in der Nachbarschaft  zukommen.
  • Weil sich die angesprochenen Konfliktlagen insbesondere in „Grenzgängen“ zeigen, konzentriert sich die Forschungsgruppe auf Konversionen, auf Interaktionen zwischen Menschen mit unterschiedlicher Religiosität, auf Beispiele  fluider, von verschiedenen religiösen Traditionen geprägter Religion usw. Eine zentrale Frage des Projekts ist es, inwieweit solche gelebten Alltagspraxen und Grenzgänge zur Erweiterung von Handlungsspielräumen führen oder aber Distinktionen verschärfen und Fundamentalisierungen zur Folge haben.

 

 

Forschungsgruppe:

 

Kontakt

Prof. Dr. Edith Franke

E-Mail: grenzgaenge@uni-marburg.de

Zuletzt aktualisiert: 09.12.2015 · bierau

 
 
 
Fachbereich 5: Evangelische Theologie

FB 03/ FB 05, Alte Universität - Lahntor 3, 35032 Marburg
Tel. +49 6421/28 24 28 4, Fax +49 6421/28 24 290, E-Mail: dekan05@staff.uni-marburg.de

URL dieser Seite: https://www.uni-marburg.de/fb05/fachgebiete/prakt/forschung/genderundreligion

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