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Offizinapotheker

Das klassische Tätigkeitsfeld des/der PharmazeutIn ist noch immer die öffentliche Apotheke. Etwa 85 % aller berufstätigen Pharmazeuten arbeiten in einer öffentlichen Apotheke.

Auf Grund der Niederlassungsfreiheit in der Bundesrebuplik erhält jeder/jede approbierte ApothekerIn auf Antrag die behördliche Erlaubnis eine Apotheke zu betreiben, wenn er/sie einige persönliche und räumliche Vorraussetzungen erfüllt.

Im Mittelpunkt der Tätigkeit in der Apotheke steht die ordnungsgemäße Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln.

Zur Erfüllung dieser Aufgabe gehört:

  • Bereitstellung von Arzneimitteln in notwendigem Umfang und erforderlicher Qualität;
  • Ausübung der letzten fachlichen Kontrolle, bevor das Arzneimittel den Patienten/Verbraucher erreicht;
  • Information der Patienten über die sachgerechte Anwendung und Aufbewahrung der verordneten Arzneimittel;
  • Information und Beratung im Rahmen der Selbstmedikation über den sachgerechten Umgang mit Arzneimitteln, sowie über gesundheitliche Risiken. Dazu gehören die Verweisung an den Arzt und die Verweigerung einer Arzneimittelabgabe;
  • Überprüfung der Qualität und Kennzeichnung von Fertigarzneimitteln;
  • Überprüfung der Ausgangsstoffe, Arzneistoffe, Hilfsstoffe und Verpackungsmaterialien nach anerkannten pharmazeutischen Regeln auf die erforderliche Qualität;
  • Herstellung von Arzneimitteln in Einzelanfertigung (Rezeptur) und kleinindustriellem Umfang (Defektur) direkt in der örtlichen Apotheke;
  • Durchführung klinisch-chemischer, toxikologischer und anderer Analysen;
  • Information des Arztes über die Zusammensetzung, Wirkungsweise, die Neben- und Wechselwirkungen der Arzneimittel sowie die Entwicklung auf dem Arzneimittelmarkt;
  • Information der Patienten/Verbraucher in Ernährungsfragen und der Anwendung von Diätetika;
  • Information der Patienten/Verbraucher in der Anwendung von Verbandstoffen und Krankenpflegeartikeln;
  • Übernahme der Verantwortung für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen über den Verkehr von Arzneimitteln;
  • Sammlung von Informationen über Beanstandungen bei Arzneimitteln, insbesondere über Arzneimittelrisiken wie Qualitäts- und Verpackungsmängel, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sowie Mißbrauch und Gegenanzeigen;
  • Versorgung von Krankenhäusern mit Arzneimitteln;
  • Mitwirkung bei der Gesundheitserziehung und beim Umweltschutz;
  • Ausbildung der Apotheker, der Pharmazeutisch-technischen Assistenten und Pharmazeutisch-kaufmännischen Assistenten.

Die selbständigen Apotheker nehmen zusätzlich zur beruflichen Verantwortung noch das wirtschaftliche Risiko eines eigenen Unternehmens auf sich.

Neben den pharmazeutischen Tätigkeiten muß ein/eine ApothekenleiterIn aktive Betriebswirtschaft betreiben, schließlich hängt der finanzielle Ertrag einer Apotheke maßgeblich vom kaufmännischen Geschick der Leitung ab. Buchführung, Rechnungswesen, Personalführung und Marketing sind nur einige Aufgaben, denen sich der Unternehmer stellen muß.

Zuletzt aktualisiert: 05.06.2008 · Frank Balzer

 
 
 
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