08.03.2013
Ebenfalls neu erschienen: Die Kuǧuǧī-Stiftungen in Tabrīz
Die ausführlich kommentierte Edition und Übersetzung einer Stiftungsurkunde des 14 Jahrhunderts wirft neues Licht auf den postmongolischen Iran.
Christoph Werner; Daniel Zakrzewski; Hans-Thomas Tillschneider: Die Kujuji-Stiftungen in Tabriz
Ein Beitrag zur Geschichte der Jalayiriden (Edition, Übersetzung, Kommentar)
Band 16 der Reihe Nomaden und Sesshafte, ISBN 978-3-89500-936-5, 2013, Gebunden. 206 Seiten, 240 x 170 mm, 3 s/w Abb., 14 Tabellen, 2 Diagramme, 78,00 €
Die
Kujujis waren ein Familienverband, mit dem sich eine während der
mongolischen Herrschaft ab dem 7./13. Jahrhundert entstandene, in
Nordwestiran zentrierte mystisch inspirierte religiöse Bewegung
verbindet und der im Kontext der tiefgreifenden Transformationen dieser
Epoche einen enormen gesellschaftlichen Aufstieg erlebte. Ausdruck
dafür sind auch die umfangreichen Stiftungsaktivitäten Ghiyat ad-Din
Muhammad Kujujis, vor allem in Tabriz.
Der Band bietet eine kritische Edition und eine ausführlich annotierte deutsche Übersetzung der Kujuji-Stiftungsurkunde von 782/1380. Ein detaillierter einführender Kommentar analysiert insbesondere rechtliche, soziale und religiöse Aspekte der Stiftung und diskutiert mit Fokus auf die Dynastie der Jalayiriden politik- und ideengeschichtliche Fragen der Geschichte Irans in post-mongolischer Zeit.
Die Studie zeigt an mehreren Stellen, dass eine Beschäftigung mit der Familie des Stifters auch die frühe Geschichte der Safawiden teilweise in neuem Licht erscheinen lässt.
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Prof. Dr. Christoph Werner
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