Portrait von Alexander Dröge
Als ich mich
im Oktober 2004 für das Studium des BA Sprache und Kommunikation (BA
SpruK) in Marburg entschied, hatte ich zwar eine Vorstellung davon, was
ich gerne studieren wollte, wusste aber nicht genau, ob Marburg und der
BA SpruK auch das waren, wonach ich gesucht hatte. Als ich den Namen
"Sprache und Kommunikation" zum ersten Mal las, dachte ich anfangs an
einen Studiengang der angewandten Linguistik, jedoch stellte sich nach
eingehender Lektüre der Studienordnung und nach einem Gespräch mit der
Studienberatung schnell heraus, dass der Schwerpunkt doch viel mehr auf
der theoretischen Sprachwissenschaft lag, was mich außerordentlich
freute, da es genau das war, wonach ich gesucht hatte. Mein Ziel war es
von Anfang an die akademische Laufbahn einzuschlagen, d.h. mein Wunsch
ist es, nach dem BA-Abschluss und einem anschließenden
Master-Studiengang noch zu promovieren, und mich um eine Anstellung an
einer Universität zu bemühen. Sicherlich ist dies nicht das einzige
Berufsfeld, was sich nach dem Studium des BA SpruK auftut. Viele meiner
Kommilitonen, die mehr Wert auf den Gebrauch der Sprache legen, zum
Beispiel im Bereich Sprechwissenschaft, Rhetorik oder auch
Sprechtherapie, sind hierzu in Marburg ebenfalls gut aufgehoben, und
entsprechende Master-Studiengänge werden angeboten, falls man nach dem
BA nicht gleich in den Beruf einsteigen möchte. Ebenso werden
Studierende, die sich zum Beispiel mit kognitiver Linguistik oder mit
Dialekten und Sprachvariation befassen möchten, von der Forschung in
Marburg sehr profitieren. Enttäuscht waren einige meiner Kommilitonen,
die sich ein Studium zum Fremdsprachenlernen erhofft hatten. Zwar muss
man Fremdsprachen lernen, von denen es in Marburg ein großes -
wenngleich auch inzwischen leider nicht mehr so vielseitiges - Angebot
gibt, aber der Anteil an Fremdsprachen im BA SpruK ist doch eher
gering. Erwähnen möchte ich noch kurz einen besonderen Umstand, und
zwar dass ich durch eine chronische Krankheit an den Rollstuhl gebunden
bin. Obgleich nun Marburg durch seine bergige Landschaft eigentlich
jeden Rollstuhlfahrer abschrecken sollte, kann ich nur sagen, dass man
in Marburg als Körperbehinderter bzw. chronisch Kranker sehr gut
aufgehoben ist, sowohl was das Studieren an der Universität als auch
das Wohnen im Studentenwohnheim betrifft. Alles in allem kann ich den
Studieninteressierten mitgeben, dass ein Studium in der wunderschönen
Universitätsstadt Marburg sehr lohnend sein kann, und man gut daran
tut, sich im Vorfeld ein Bild von den verschiedenen Fächern und
Studiengängen zu verschaffen und auch zur Studienberatung zu gehen.
Alexander Dröge
BA Sprache und Kommunikation
6. Fachsemester

