Forschung
Einbettung
Die Marburger Literaturwissenschaft ist Teil größerer Forschungszusammenhänge. Im Fachbereich 09 Germanistik und Kunstwissenschaften trägt sie entscheidend dazu bei, dass das Fach in seinem ganzen historischen Umfang vertreten ist. Mit ihren spezifischen Gegenständen und Methoden wirkt sie an dem gemeinsamen Ziel mit, sich die Gegenwartskultur anzueignen in Auseinandersetzung mit dem Reichtum historisch gewachsener Traditionen und zugleich mit dem reflektierenden Blick auf das Fremde und Andersartige vergangener oder benachbarter Kulturen. Darüber hinaus werden auf Instituts- und Lehrstuhlebene national und international zahlreiche Kontakte zu Universitäten und Forschungseinrichtungen gepflegt.
Der M.A.-Studiengang Deutsche Literatur wird durch zwei Institute mit jeweils eigenem Forschungsprofil getragen.
Forschungsschwerpunkte am Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters
Die Schwerpunkte liegen
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im Kulturtransfer im europäischen Mittelalter,
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in der Manuskriptkultur, Textkritik und Edition sowie
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in der Rezeption der mittelalterlichen Literatur in der Moderne.
Eine der führenden Zeitschriften, die 1841 gegründete Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur, wird hier herausgegeben und ein digitales Archiv zur deutschen Schriftlichkeit in Mittelalter und Humanismus aufgebaut (u.a. Marburger Repertorium deutschsprachiger Handschriften des 13. Jahrhunderts).
Prägend ist die Kooperation mit allen mediävistischen Disziplinen in den übrigen Fachbereichen der Universität und in Marburg ansässigen Institutionen wie dem Hessischen Staatsarchiv und der Archivschule.
Forschungsschwerpunkte am Institut für Neuere deutsche Literatur
Die Neuere deutsche Literaturwissenschaft in Marburg profiliert sich durch ein umfassendes kulturanthropologisches, transdisziplinäres und komparatistisches Forschungsinteresse, das alle Epochen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwartsliteratur abdeckt.
Eine internationale und nationale Vernetzung ist durch gemeinsame Forschungsvorhaben mit französischen (Sorbonne, ENS Paris) und lettischen Hochschulen (Riga, Daugavpils) sowie (im Bereich Digital Humanities) mit der SLUB Dresden gegeben. Zum Profil des Instituts gehören seit langem die Forschungsstelle Georg Büchner, die das Werk dieses Autors editiert, sowie die Verzahnung von universitärer Lehre und medialer Öffentlichkeit. Als Schnittstelle zwischen der Universität und der Berufspraxis fungiert das TransMIT-Zentrum für Literaturvermittlung mit der kulturjournalistischen Online-Zeitschrift literaturkritik.de und dem Verlag LiteraturWissenschaft.de.

