Portrait von Fabian Sandelmann
Der Masterstudiengang in Marburg zeichnet sich für mich besonders durch die Vielfalt des Lehrangebots und durch eine gute Betreuung aus. Bereits während des Bachelorstudiums gefielen mir die Freiheiten, eigene Ideen und Konzepte in Seminaren umsetzen zu dürfen. Solche Freiräume wollte ich auch im Master nutzen. Dabei kamen mir das vielfältige Lehrangebot und die offene Studiengestaltung gerade recht.
Ich wollte mich von Anfang an in den zwei Jahren des Masterstudiums ganz auf die literaturwissenschaftlichen Angebote konzentrieren. Ich wollte endlich tiefer in die Materie eindringen, mich spezialisieren, ohne gleich ein Fachidiot zu werden. Dabei half mir der interdisziplinäre Ansatz vieler Seminare. Interdependenzen zwischen Literatur und anderen Fachgebieten herauszuarbeiten fand ich schon im Bachelorstudium spannend. Hauptsächlich interessieren mich allerdings die gegenseitigen Einflüsse von Literatur, Philosophie und Politik. Im Masterstudium konnte ich diesbezüglich zu mehreren Themen arbeiten. Beispielsweise hatten wir in einem Seminar einige literarische Utopien diskutiert, über die ich schließlich eine Hausarbeit schrieb. Auch das Thema meiner Masterarbeit verfolgt genau den Gedanken der Wechselbeziehung zwischen diesen drei Fachgebieten, da ich versuchen werde, einzelne Ursprünge von der Idee einer deutschen Kulturnation nachzuzeichnen.
Was mich motivierte, an diesen Projekten zu arbeiten, war die zumeist positive Rückmeldung der Dozenten. Ich bin immer auf viel Unterstützung gestoßen, vor allem wenn ich durch Eigeninitiative Interesse bekundete. In den Veranstaltungen profitierte ich auch von den Steckenpferden meiner Kommilitonen. Es befeuert ganz einfach den studentischen Alltag, wenn man mit interessierten und engagierten Leuten zusammenarbeitet. Ich glaube, dass das Studium besser verlaufen wird, wenn man schon eigene Interessenschwerpunkte mitbringt.
Ich habe mich aber auch für Marburg entschieden, weil es einfach Marburg ist. Ich gehe immer noch gerne in den engen und verwinkelten Gassen spazieren oder setze mich oben ans Schloss, um einfach mal den Kopf frei zu kriegen. Ich finde es immer noch schön, nach einem Tag in der Bibliothek einfach an der Lahn zu sitzen, kurz zu entspannen, abzuschalten und zu realisieren, dass die Uni eben nicht alles im Leben ist.

