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Portrait von Stefanie Hoyer

Für den Masterstudiengang „Deutsche Literatur“ habe ich mich entschieden, nachdem ich bereits ein einjähriges Verlagsvolontariat absolviert hatte. Die Entscheidung, noch einmal zu studieren, ist mir leicht gefallen, da ich schon immer vorhatte, den Masterabschluss noch zu machen: Zum einen, weil mir die drei Bachelor-Jahre doch sehr kurz vorkamen und mir einiges ausbaufähig und vertiefungswürdig erschien, zum anderen aber auch, weil ich mir von dem Masterabschluss schlicht eine bessere Qualifikation für den Berufsmarkt erwartete.

 

Was vielleicht manche verwundert, ist, dass ich den Studiengang explizit nicht gewählt habe, weil ich mich nur auf deutsche Literatur spezialisieren wollte. Mich interessiert die Germanistik mit all ihren Teilbereichen und teilweise finde ich es schade, dass man sich bei der Studiumswahl so sehr auf einen Bereich beschränken muss und nicht mehr die Möglichkeit einer Nebenfachwahl besteht. Daher habe ich zwei Ergänzungsmodule in der Religionswissenschaft belegt, eine gute Möglichkeit, um „über den Tellerrand zu schauen“.

 

Hervorheben möchte ich die vielfältigen Möglichkeiten von projektbezogenem Arbeiten im Masterstudium – so habe ich im Wintersemester 2011/2012 ein Intensivseminar zu dem relativ unbekannten Autor Berthold Auerbach belegt, das in vielerlei Hinsicht einen Gewinn für mein Studium darstellte. Die kleine Gruppengröße von sieben Personen gewährleistete ein Arbeiten mit stetigem Austausch untereinander und einen so intensiven Kontakt zur Lehrperson, wie er in einem großen Seminar meist nicht möglich ist. Dies zeigte mir noch einmal eine ganz andere Seite von „studieren“, wahrscheinlich sogar die, die man sich zu Studienbeginn eigentlich wünscht. Diesem Projekt mit Exkursionen nach Marbach ins Literaturarchiv und nach Nordstetten, wo wir erarbeitete Vorträge zu genanntem Autor hielten, sowie einer Buchveröffentlichung entwuchs schließlich auch mein Thema für die Masterarbeit.

 

Ich denke, dass man aus dem Studiengang sehr viel mitnehmen kann, wenn man in Seminar- und Projektwahl seinen Interessen folgt und sich nicht zu sehr von strikten Stundenplänen und dem Gefühl, alles in zwei Jahren durchjagen zu müssen, knechten lässt. Denn trotz klarer Vorgaben gibt es auch in dem neuen Studiumsmodell sehr viele Freiheiten – man muss sie nur entdecken und eigene Schwerpunkte setzen lernen. Und das ist ja nicht zuletzt auch eine wichtige Qualifikation, die man im Studium lernen kann.

Zuletzt aktualisiert: 22.11.2012 · Marlene Schuetz

 
 
 
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