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B.Sc. Physik
 
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Arten von Veranstaltungen

Vorlesung

Herr Jäntsch in seiner Vorlesung
Foto: Daniel Lee
Das zum Bestehen eines Moduls benötigte Wissen wird Ihnen in der Vorlesung vermittelt. Sie erfolgt gewöhnlich als Frontalvortrag eines Dozenten. Am Fachbereich Physik finden Vorlesungen zur Experimentalphysik und zur theoretischen Physik statt. Das gesamte Veranstaltungsangebot und Informationen zu den Inhalten der einzelnen Vorlesungen finden Sie im Vorlesungsverzeichnis der Philipps-Universität Marburg.


Tutorium bzw. Übungsgruppe

Damit Sie Inhalte besser vertiefen und vor allem anwenden können, werden die Vorlesungen von wöchentlichen Aufgabenzetteln begleitet, die von Ihnen schriftlich zu bearbeiten und abzugeben sind.
In der Übungsgruppe werden Ihnen vom Tutor Ihre korrigierten Lösungen ausgehändigt. Anschließend werden die Aufgaben besprochen, dabei werden viele Lösungswege von den Studierenden selbst vorgestellt. Auch wenn Ihre Lösung nicht perfekt ist, sollten Sie keine Angst davor haben, etwas vorzurechnen, denn ein wichtiger Zweck des Tutoriums ist es, die mündliche Darstellung von Inhalten vor anderen zu üben und zu erlernen.
Meist sind eine bestimmte Punktzahl aus den richtig gelösten Übungsaufgaben und die aktive Mitarbeit im Tutorium die Vorraussetzungen, um an einer Klausur teilzunehmen.
Eine Übungsgruppe findet gewöhnlich wöchentlich statt und dauert etwa eineinhalb Stunden. In der Regel besteht Anwesenheitspflicht. Vor Klausuren werden häufig Sondertutorien angeboten, die in besonderer Weise auf Ihre noch offenen Fragen und Probleme ausgerichtet sind.
Der Sinn eines Tutoriums liegt jedoch keineswegs nur in der Besprechung von Übungsaufgaben. Eine Besonderheit am Fachbereich ist, dass alle Tutoren bereits ihren Studienabschluss erworben haben. Dadurch wird es möglich auch in den Übungsgruppen tiefgehende Problematiken zu diskutieren und Inhalte zu bearbeiten, welche die Vorlesungen ergänzen und vertiefen.


Praktikum

Übungseinheit mit Lasergeräten
Foto: Daniel Lee
Während Ihres Bachelor-Studiums werden Sie an drei verschiedenen Praktika teilnehmen, zu denen Sie sich anmelden müssen. Ein Praktikum ist aus einer Einführungsveranstaltung und mehreren Modulen aufgebaut, die jeweils ein spezielles Themengebiet erfassen.
Die Grundpraktika A und B bestehen aus jeweils acht Modulen mit Inhalten aus Mechanik, Elektrizitäts- und Wärmelehre und Optik.
Eine typische Praktikumseinheit dauert etwa drei Stunden und beginnt mit einer kurzen Darstellung der theoretischen Grundlagen und einer inhaltlichen Befragung der Teilnehmer durch die betreuende Person. Danach führen Sie gemeinsam mit Ihrem Messpartner ein bis zwei Versuche durch, zu denen Sie Messprotokolle anfertigen. Die Auswertung der Daten und deren Darstellung in einem Versuchsprotokoll erfolgen zu Hause und nehmen gewöhnlich viel Zeit in Anspruch. Bis zur Abgabe eines Protokolls beim Betreuer des Versuchs haben Sie zwei Wochen Zeit. Wenn alles in Ordnung war, erhalten Sie es testiert zurück, ansonsten ist eine Korrektur anzufertigen.

Im Fortgeschrittenenpraktikum absolvieren Sie ganztägig Versuche zu spezielleren Themen aus Atom-, Kern-, Festkörper- oder Biophysik. Als Grundlage dient ein Seminar, zu dessen Besuch Sie vor Praktikumsbeginn verpflichtet sind. Über einen durchgeführten Versuch wird in der zweiten Hälfte des Praktikums ein Vortrag gehalten. Sie erhalten im Rahmen des Praktikums einen guten Einblick in die Arbeitsgruppen am Fachbereich, da diese die einzelnen Module organisieren.


Arten von Prüfungen


Klausur

Die wohl üblichste aller Modulprüfungen ist die Klausur. Ihre Dauer richtet sich nach dem Umfang der Lehrveranstaltung. Eine Klausur zu einem Modul mit 8-10 ECTS-Punkten dauert etwa 180 Minuten, Prüfungen zu kleineren Module können entsprechend kürzer sein. Um den Lerndruck am Ende des Semesters zu lockern, besteht außerdem die Möglichkeit, dass Klausuren in zwei Teilen erfolgen. Bitte beachten Sie, dass Sie sich bis spätestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin zur Klausur angemeldet haben müssen. Wenn Sie aus Krankheitsgründen nicht an einer Klausur teilnehmen können, müssen Sie das durch ein ärztliches Attest belegen.
Sie stellen in einer Klausur insbesondere unter Beweis, dass Sie die praktische Anwendung des gelernten Stoffes beherrschen. Als Vorbereitung ist daher das Wiederholen der Übungsaufgaben sehr hilfreich.


mündliche Prüfung und Vortrag  

Mündliche Prüfungen bzw. Vorträge spielen während des Bachelor-Studiums eine eher untergeordnete Rolle.
Die Wiederholung einer Klausur kann, je nach Anzahl der Studenten, als mündliche Prüfung erfolgen. Sie nimmt ca. 20 bis 30 Minuten in Anspruch und findet in Anwesenheit des Prüfers und eines sachkundigen Beisitzers statt. Die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der Prüfung werden in einem Protokoll festgehalten. Sie können bei der Fachschaft Protokolle aus mündlichen Prüfungen einsehen. Darüber hinaus sind Sie berechtigt, je nach Platzangebot bei mündlichen Prüfungen von Studierenden Ihres Studienganges zuzuhören, falls der Prüfungskandidat keinen Einspruch dagegen erhebt.
Vorträge begegnen Ihnen vor allem im Rahmen des Fortgeschrittenenpraktikums und als mögliche Abschlussprüfung von Seminaren. Aussehen und Dauer eines Vortrags werden dabei vom Lehrenden bestimmt.

Zuletzt aktualisiert: 24.12.2008 · kluckc

 
 
 
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