Forscher-Gruppe - Research-Association
Synthese funktionaler chemisch-biologischer
Hybridverbindungen 2006 - 2008
Abstract
Zusammenschluss von 9 Arbeitsgruppen zur wissenschaftlichen Bearbeitung des folgenden Themas:
Biologische Makromoleküle wie Proteine und
Nukleinsäuren zeichnen sich durch die Komplexität der von ihnen
gebildeten, räumlichen 3D-Strukturen sowie durch die große Anzahl
unterschiedlicher und zumeist hochspezialisierter Funktionen aus.
Weitere Kennzeichen von biologischen Makromolekülen sind deren
einzigartige Fähigkeiten hinsichtlich Selbstorganisation und
Informationsspeicherung. Da diese per se äußerst vorteilhaften
Eigenschaften evolutionär im Kontext eines zellulären Organismus
optimiert und ausgeübt werden, sind der Verwendung von Biomolekülen in
Technik und Grundlagenforschung bisher jedoch enge Grenzen gesetzt
gewesen.
Die Entwicklung, Synthese und Charakterisierung von funktionalen
chemisch-biologischen Hybridverbindungen ist deshalb das vorrangige
Ziel aller an der Forschergruppe beteiligten Gruppen. Hierzu werden in
den einzelnen Teilprojekten Biomoleküle mit ihren evolutionär zumeist
hoch spezialisierten Charakteristika mit der enormen Vielfalt
chemisch-synthetischer Verbindungen zu neuartigen Hybridverbindungen
verknüpft. Diese Biohybridverbindungen erlauben die Implementierung von
Funktionen in den Biomolekülen, für die sie in ihrem biologischen
Kontext nicht vorgesehen waren. So können die funktionellen und
regulatorischen Eigenschaften von Rezeptoren, Ionenkanälen und
Biokatalysatoren durch den Einbau bzw. die Verknüpfung mit chemisch
modifizierten Cofaktoren, Substrat-Analoga oder völlig anders gearteten
organischen Molekülen gezielt abgeändert werden. Zudem können neue,
topologische Wirkzusammenhänge geschaffen werden, wenn Biomoleküle an
chemisch synthetisierte Ankermoleküle selektiv gekoppelt und an
Proteinkomplexe, Membranen bzw. chemisch angepassten Oberflächen
immobilisiert werden.

