Lehrkonzept
Die Laboratoriumsmedizin ist ein zentrales Querschnittsfach in der klinischen Medizin. Im Mittelpunkt steht die Diagnosefindung, bzw. –Bestätigung durch den Einsatz von Labortests. Heute stehen weit über 3.000 Laborparameter zur Verfügung, die hier eingesetzt werden können. Es ist daher zentrale Aufgabe des Praktikums
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ein Verständnis für Krankheitsentstehung und Krankheitsentwicklung zu vermitteln (Pathophysiologie und Pathobiochemie),
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den Einsatz von Labortests zu vermitteln, die für die Erkennung von fehlgeleiteten Regulationsvorgängen im Organismus eingesetzt werden können,
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Strategien zu vermitteln, die im Rahmen von rationalen und rationellen Stufenprogrammen zur Differentialdiagnostik eingesetzt werden und
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spezialisierte Testverfahren anzusprechen, die über eine initiale Stufendiagnostik hinausgehen.
Dieses Unterfangen kann nur gelingen,
wenn den Studenten einerseits ein Verständnis für Pathophysiologie und
Pathobiochemie vermittelt, andererseits aber auch eine Wissensbasis
aufgebaut wird, die systematisch die Klinik von Krankheitsprozessen
nahe bringt. Ferner soll der Kurs bereits schon am Anfang der
klinischen Laufbahn den diagnostischen Blick in Richtung einer
Differentialdiagnose schärfen. In der Entwicklung einer
Differentialdiagnose liegt die Domäne der Laboratoriumsmedizin. Daneben
werden laboratoriumsmedizinische Tests aber auch im Bereich der
Prävention und Therapieüberwachung eingesetzt. Daher umfasst das
Spektrum laboratoriumsmedizinischer Tests eine breite Palette von
Bereichen, zu denen insbesondere gehören:
- klinische Chemie
- Hämatologie
- Hämostaseologie
- Immunologie
- Autoimmundiagnostik
- Allergologie
- Toxikologie
- therapeutisches Drug-Monitoring
- Stoffwechseldiagnostik
- Endokrinologie
- Infektionsdiagnostik
- Molekulare Diagnostik
- und Andere
Hieraus wird deutlich, dass
Laboratoriumsmedizin eng eingebunden ist in Pathobiochemie und
Pathophysiologie, sowie die Vermittlung von klinischem Wissen in
Diagnose und Therapie.
Für Rückfragen, Hinweise, Kritik etc. stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung. Gesprächstermine können über mein Sekretariat (Tel.: 06421/28-66235) oder auch per E-mail (renzh@med.uni-marburg.de) verabredet werden.
gez. Prof. Dr. Harald Renz



