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AG Skevaki

Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Untersuchungen von virus-assoziiertem Asthma, der Interaktion zwischen Atemwegsinfekten und nicht-übertragbaren Krankheiten (non-communicable diseases - NCDs), sowie von Biomarkern bei Allergien und Asthma. Eine Auswahl unserer laufenden Forschungsprojekte ist im Folgenden aufgeführt.

 

1.    RNA-virusinduzierte heterologe Immunität gegen Umweltallergene (C04)

RNA-virusinduzierte heterologe Immunität gegen Umweltallergene (C04)

Die führende Erklärung für die derzeitige Asthma-Epidemie ist die Hygiene-Hypothese. Sie besagt, dass der mangelnde Kontakt zu Bakterien in der frühen Kindheit allergische TH2-Immunantworten befördert. Mit unserer Forschung gelang es uns zum ersten Mal zu zeigen, dass heterologe Immunität (HI) gegen Influenzaviren auch vor der Entstehung von Asthma schützen kann (Abb. 1).

 

Abbildung 1 Grippeinfektion schuetzt Mäuse
Chrysanthi Skevaki

Abbildung 1: Eine vorangegangene Grippeinfektion schützt Mäuse vor experimentellem Asthma.

 

Auf Grundlage dieser Beobachtungen haben wir die zentrale Hypothese entwickelt, dass HI ein verbreitetes Konzept zwischen verschiedenen RNA-Viren und Umweltallergenen ist. Die Ziele, mit denen wir diese Hypothese weiter ausbauen möchten sind hier aufgelistet.

Die Homepage des DFG Sonderforschungsbereich 1021 finden sie hier.

 

Ausgewählte Publikationen zu diesem Projekt

  • Skevaki C, Hudemann C et al. 2018 J Allergy Clin Immunol
  • Pusch et al. 2018 Allergo J Int

 

2. Mitochondriale T-Zell-Umprogrammierung bei virusinduzierter COPD-Exazerbation/Emphysem-Progression (P10)

Klinische Forschergruppe KFO309: "Virusinduzierte Lungenschädigung" (DFG)

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) gehört zu den drei häufigsten Todesursachen weltweit. Virusinduzierte Exazerbationen sind in hohem Maße für die hohe Morbidität und Mortalität und die damit verbundenen Kosten im Gesundheitswesen verantwortlich. Die Interaktion zwischen T-Zellen auf der einen Seite und Makrophagen und Bronchialepithelzellen (BEC) auf der anderen Seite erhöht die Anfälligkeit und verstärkt die Symptomatik der Immunpathologie. Mitochondrien können an dieser interzellulären Kommunikation wesentlich beteiligt sein.

Details zu unsere Arbeitshypothese (Abb. 2) und unsere Ziele sind hier aufgelistet.

Arbeitshypothese für die Rolle von Mitochondrien in der Exazerbation von virus-induzierter COPD und der Entstehung von Emphysemen.
Chrysanthi Skevaki

Abbildung 2: Arbeitshypothese für die Rolle von Mitochondrien in der Exazerbation von virus-induzierter COPD und der Entstehung von Emphysemen.

Die Homepage des KFO 309 finden Sie hier.

 

3. Entwicklung des Antikörperrepertoires gegen Rhinoviren und Hausstaubmilben

im Zusammenspiel mit der Entstehung und Persistenz von Asthma: Eine detaillierte Analyse in Menschen und Mäusen (VIRAB)

Rhinovirus (RV)-Infektionen und Allergien gegen Hausstaubmilben (House dust mites, HDM) sind die Hauptauslöser von Wheezing (im Vorschulalter) und akuten Asthma-Exazerbationen. Ziel dieses Projekts ist die Überprüfung von Hypothesen aus retrospektiven Analysen der Teilnehmer der MAS-Geburtskohorte (Multizentrische-Allergie-Studie) durch die Verwendung von Maus-Modellen, den Analysen von Antikörperreaktionen und der Identifikation von Biomarkern.


Eine genauere Beschreibung des Projekts sowie unserer Ziele finden Sie hier.


Ausgewählte Publikationen zu diesem Projekt

Posa D et al. 2017 J Allergy Clin Immunol

4.    Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL)

Krankheitsbereich Asthma und Allergien

Wir sind in verschiedenen laufende Forschungsprojekte involviert. Im Detail

  1. haben wir die diagnostische Leistungsfähigkeit von drei verschiedenen in vitro sIgE- Testsystemen zur Identifikation klinisch relevanter Sensibilisierungen miteinander verglichen,
  2. untersuchen wir molekulare Sensibilisierungssprofile in der frühen Kindheit und ihre Vorhersagekraft für die Entwicklung von Allergien,
  3. analysieren wir die Nutzbarkeit von Zytokinleveln in stimulierten Vollblutproben von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der ALLIANCE-Studie zur Endotypisierung von Asthma,
  4. untersuchen wir die Rolle von EDN (Eosinophil Derived Neurotoxin) als nicht-invasiver Biomarker in Urinproben für Asthma bei Kindern.

Weitere Informationen zu unseren DZL-assoziierten Projekten finden Sie hier.

Die Homepage des Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL), Krankheitsbereich Asthma und Allergien finden sie hier.

 

Ausgewählte Publikationen zu diesem Projekt

  • Sinz H et al. 2017 Ann Allergy Asthma Immunol
  • Matricardi PM et al. 2019 J Allergy Clin Immunol

 

5.    Endotypisierung von Asthma

in erwachsenen Maasai in ländlichen und städtischen Gebieten in Kilimanjaro, Tansania (DEAPMARK)

Asthma ist in Tansania eine unterdiagnostizierte NCD mit einer geschätzten Prävalenz von 10 bis 20 %. Die Häufung von NCDs ist mit einem tiefgreifenden Lebensstilwandel und einer deutlichen Veränderung der Umweltbedingungen assoziiert. Zur Identifikation von Risikofaktoren führen wir eine Querschnittsstudie mit Asthmapatienten und gesunden Kontrollen im Gebiet um Arusha, Kilimanjaro, in Kooperation mit dem Kilimanjaro Christian-Medical Center und -Research Institute (KCMC, KCRI) durch. (siehe hier)

 

Ausgewählte Publikationen zu diesem Projekt

  • Skevaki C, Renz H 2017 J Allergy Clin Immunol
  • Schwarze J et al. 2018 Allergy

 

 

Weitere laufende Projekte der AG Skevaki:

  • Analytische und diagnostische Aussagefähigkeit von neuen in vitro Allergietests
  • Einflüsse von Lebensmitteln auf die Prävention von Asthma in der frühen Kindheit

 

Es besteht die Möglichkeit zur Anfertigung von Bachelor- und Master-, sowie medizinischen und naturwissenschaftlichen Doktorarbeiten. Wenn Sie auf der Suche nach einem spannenden Projekt sind, schreiben sie uns gerne eine Mail ().

 

Eine Liste der aktuellen Mitglieder der AG Skevaki finden Sie hier.