Interdisziplinäres Forschungsprojekt: Körperdiskurse und zugrundeliegende Körpermodelle
Beginn: 8/2008
Ende: 10/2009
Leitung: Prof. Dr. Seewald
Gesamtleitung des Projekts: Prof. Dr. Anke Abraham
Kurzbeschreibung:
Der Körper als anfassbarer und Garant unserer Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit verflüchtigt sich nur allzu leicht in Facetten und Sprachspiele, durch die und mit denen die Fachdiskurse mit ihren jeweils eigenen Erkenntnisinteressen ihn ins Visier nehmen. Im Ergebnis spricht man über verschiedene Körper, die gemeinsame Schnittmenge schrumpft und die interdisziplinäre Sprachlosigkeit wächst. Hier gegenzusteuern, die Schnittmengen zu erweitern und die Sprachen zu synchronisieren war Thema des interdisziplinären Forschungsprojekts „Körperdiskurse“ unter Federführung von Anke Abraham (Psychologie der Bewegung) und kulminierte in der gleichnamigen Fachtagung in 12/2008 und einer zusammenfassenden und weiterführenden Veröffentlichung (2010).
Der Beitrag der Motologie bestand in zweierlei: Zunächst würden fünf zentrale Körpermodelle in verschiedenen Ansätzen der Motologie und Psychomotorik vorgestellt. Dann erfolgte der Vorschlag für eine Landkarte der Körpermodelle. Das zugrundeliegende Analyseschema soll es erleichtern, die unterschiedlichen Foki der verschiedenen Körpermodelle – auch außerhalb der Motologie – kenntlich zu machen und damit die Basis für eine Verständigung zu verbessern.
Veröffentlichung:
Seewald, J.: Körpermodelle in zentralen Ansätzen der Motologie. In: Abraham, A./Müller, B. (Hrsg.): Körperhandeln und Körpererleben. Transcript-Verlag 2010, i. Dr.

