Sie sind Pädagoge/in?
Das Studium der Motologie ermöglicht Ihnen als Pädagogen, motorische Aspekte der Entwicklung in Ihre Arbeit mit einzubeziehen. Darüber hinaus ergänzt es Ihr vorhandenes Wissen über gesellschaftliche und institutionelle Bedingungen und Funktionen der Erziehung und des Bildungswesens um die Bedeutung bewegungsorientierten Lernens und um das Wissen, wie sehr Persönlichkeitsentwicklung mit motorischer Entwicklung zusammenhängen und sich wechselseitig beeinflussen.
Im Studium der Motologie steht die Bewegung und ihre Bedeutung für die Entwicklung im Mittelpunkt, da Bewegung und Körperlichkeit unabdingbare Bestandteile des Daseins sind. Zu jedem Verhalten, zu jeder Reaktion auf Wahrgenommenes, brauchen wir Bewegung. Bewegung und Psyche sind wechselseitig miteinander verbunden, wie Sie selbst unschwer an sich selbst feststellen können, wenn Sie beispielsweise beobachten, wie sich Ihre Bewegungsmuster, Körperhaltung und Mimik je nach Gefühlslage ändern.
In der kindlichen Entwicklung wird gerade in den frühen Jahren über ein vielfältiges Bewegungsverhalten der Grundstein für eine selbstbewusste und selbstsichere Persönlichkeit gelegt. Über die gesamte Lebensspanne bilden Körperlichkeit und Bewegung zentrale Bestimmungsfaktoren. Und sie bieten auch den Ansatzpunkt für Interventionen. In pädagogischen oder therapeutischen Settings lernen Motologen, sich diese Gesetzmäßigkeiten zu Nutze zu machen und im Sinne einer stützenden, begleitenden oder fördernden Arbeit einzusetzen.
Sie erweitern ihre pädagogische Handlungsfähigkeit, indem Sie vielfältige Themenbereiche, wie z.B. Entwicklungsförderung oder die Steigerung des Selbstwertgefühls, in allen Altersgruppen durch konkretes psychomotorisches Handwerk bearbeiten können.
Darüber hinaus können Sie sowohl in der individuellen Gesundheitsberatung als auch in der Organisationsberatung (z.B. Kindergarten) tätig werden.

