23.07.2012
Erstmalig iPads in der universitären Lehre im Einsatz
Susanne Lin-Klitzing, Professorin für Schulpädagogik, erprobte mit Lehramtsstudierenden der Philipps-Universität Marburg den Umgang mit iPads. Das Kompaktseminar zum Thema „Bildungsbenachteiligung von Jungen?“ wurde zu diesem Zweck in der Lern- und Forschungswerkstatt des Instituts für Schulpädagogik der Universität Marburg durchgeführt. Seit einer Woche können hier 14 iPads genutzt werden.
Damit biete sich den Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, bereits im Studium eigene praktische Erfahrungen mit dem Einsatz von mobilen Endgeräten im Unterricht zu sammeln. Die Geräteanzahl ist so ausgelegt, dass die Studierenden einzeln oder in kleinen Gruppen kollaborativ an den iPads arbeiten können. In alternativen Lehr- und Lernformen wie dem Gruppenpuzzle bieten sich mit den iPads neue Formen der Erarbeitung, Sicherung und Präsentation von Inhalten durch die Arbeit mit den Tabletcomputern an. „Bereits heute setzen Schulen in Deutschland iPads im Rahmen des Fachunterrichts ein. Uns ist wichtig, dass die Studierenden die neue Technik nicht um ihrer selbst willen einsetzen, sondern ihren spezifisch didaktischen Nutzen erproben und reflektieren. Deshalb wurde die Lern- und Forschungswerkstatt mit iPads ausgestattet“, so Susanne Lin-Klitzing. Die iPads eignen sich sowohl zur Gruppenarbeit als auch zur Einzelarbeit, sind in der Anschaffung gegenüber Laptops und Netbooks kostengünstiger, brauchen weniger Platz, starten schneller und sind sehr stabil. Für diese erste Lehrveranstaltung konnten die Studierende in der Lehr-Lern-Form des Gruppenpuzzles und des Planspiels auf Texte zu unterschiedlichen Positionen gegenüber einer angeblichen Bildungsbenachteiligung von Jungen zurückgreifen, gemeinsam mit anderen Präsentationen erstellen und diese im Seminar diskutieren. Anfängliche Gewöhnungsschwierigkeiten müssen gleichwohl überwunden werden, denn auch im Zeitalter der Smartphones ist der Umgang mit iPads in der Lehre noch nicht selbstverständlich.

