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Arbeitsfeld 2: Kommunikation, Medien, Kunst und Kultur


Das Arbeitsfeld Kommunikation, Medien, Kunst und Kultur verbindet verschiedene Felder, die ineinander greifen und sich gegenseitig durchdringen. Kulturelle Prozesse und künstlerische Performanz sind in ihrer medialen Vermittlung einerseits gesellschaftlich-kommunikative Prozesse, die sich andererseits aus den Grundkonstituierungen einer jeweiligen Gesellschaft entwickeln. Die prozessuale Synergetik zu erforschen, die sich aus dem Zusammenspiel der verschiedenartigen kulturellen Äußerungen ergibt, ist Aufgabe der einzelnen Teilgebiete wie auch des Arbeitsfeldes insgesamt. Im Geschichtsverlauf der Medienentwicklung zeigt sich ein besonders extremer Geschlechterdualismus und zumeist eine Beschränkung bzw. Ausgrenzung der Frauen als Produzentinnen. In der Auseinandersetzung um die Interpretation der symbolischen Ordnung, die in den Medien erscheint, haben sich auf dem Boden der Frauenforschung sehr unterschiedliche Verfahren entwickelt. Die feministische Kritik, der Dekonstruktivismus und die historisch-materialistische Analyse bilden Eckpfeiler der methodischen Zugänge. Die Untersuchungen sind heute sowohl genderspezifisch als interdisziplinär. Es können im Rahmen des Arbeitsfeldes verschiedene Fragen bearbeitet werden, so z.B.: Wie verändert sich die Teilhabe von Frauen an kulturellen Prozessen; welche Konsequenzen haben die anonymen partitionierten Identitäten in der Internet-Kommunikation? Was bedeutet es für die Gesellschaft, wenn soziale – und damit auch genderspezifische – Prägungen im virtuellen Raum zum Spielball der Beliebigkeit werden? In welcher Weise ist die aktuelle Kunst in der Lage, auf diese Transformationen zu reagieren; welche Verantwortung obliegt den Medien in diesen Prozessen? Wie können gesellschaftliche Werte noch verbindlich kommuniziert werden? In welcher Weise kann Gender Mainstreaming zur selbstverständlichen Voraussetzung wissenschaftlichen Zugangs werden, wenn Kommunikation sich in der Internet-Virtualität verliert?

Hier finden Sie weitere Informationen zu aktuellen und bereits abgeschlossenen Forschungsprojekten im Arbeitsbereich "Kommunikation, Medien, Kunst und Kultur":

Zuletzt aktualisiert: 04.11.2011 · gerstent

 
 
Gender Studies

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung,
Wilhelm-Röpke-Str. 6F, D-35032 Marburg Tel. 06421/28-24823, Fax 06421/28-24841, E-Mail: genderzukunft@staff.uni-marburg.de

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