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Allgemeine Informationen

Da der Erwerb der Sprachkenntnisse zeit- und lernintensiv ist, ist nicht zu empfehlen, sich auf zwei Sprachprüfungen parallel vorzubereiten. Im Blick auf den Studienaufbau und die Studienorganisation empfiehlt der Fachbereich, die Sprachen in der Reihenfolge zunächst Griechisch, dann Hebräisch, am Ende ggf. Latein zu lernen.

Wenn Sie noch drei Sprachen lernen müssen, bedeutet das für die ersten 2 Studienjahre viermal pro Woche von 8-10 Uhr Sprachunterricht mit täglich neuen Lektionen. Zusätzlich müssen Sie täglich zwei bis drei Stunden Eigenarbeit einplanen für das Lernen von Grammatik und Vokabeln, später auch Übersetzungsübungen.

Eigenarbeit

Die Sprachen müssen ernst genommen werden, aber es besteht kein Grund zur Panik. Etwa 40% der Studierenden müssen noch alle drei Sprachen lernen!

Das universitäre Lernen unterscheidet sich grundlegend von dem in der Schule: Wo und wie jemand sich vorbereitet und beteiligt, liegt ganz in der Verantwortung des/der einzelnen, auch die Anwesenheit wird i.d.R. nicht kontrolliert. In der Schule gab es mehrere Jahre Zeit, sich an eine Sprache zu gewöhnen und Sprachgefühl zu entwickeln. Das Wissen für die Klausuren konnte auch kurz vorher durch punktuelles Lernen angeeignet werden. An der Uni funktioniert das nicht! In der Prüfung wird der gesamte Stoff des Jahres (oder des Semester) vorausgesetzt. Es ist völlig illusorisch die Sprache/n ‚nebenher’ laufen zu lassen und sich kurz vor der Prüfung alles "reinzupauken". Das bedeutet:

  • Kontinuierliches Arbeiten. So bleibt das am Anfang Gelernte in Übung und muss nicht vor der Prüfung mühsam neu gelernt werden.
  • Aktiv am Unterricht teilnehmen, um eine kontinuierliche Rückmeldung über den eigenen Wissensstand zu bekommen.
  • Nacharbeiten: Defizite nicht auf sich beruhen lassen, sondern aufarbeiten und beseitigen.
  • Möglichst eigenständig und v.a. regelmäßig übersetzen.
  • Kenntnis der deutschen Grammatik: Wer kein Latein in der Schule hatte und sich unsicher fühlt, sollte sich eine deutsche Grammatik zum Wiederholen und Nachschlagen zulegen (Kurzgrammatiken gibt’s z.B. von Langenscheidt).

Studentische Arbeitsformen

In einer Lerngruppe können zusammen Haus­aufgaben gemacht, Grammatik und Vokabeln gelernt, oder Übersetzungen angefertigt werden. Lerntempo und Lernintensität können selbst bestimmt werden. Wichtig ist auch: Hier kann Frust abgeladen werden und Spaß an der Sprache entwickelt werden.

Parallel zu den Sprachkursen findet ein zweistündiges Tutorium statt, dass von einer/m Student/in geleitet wird. Arbeitsformen sind neben dem offenen Gespräch Wiederholungen, Übungen, Vokabeltests, Probeklausuren und simulierte mündliche Prüfungen. Entstanden in der Studentenbewegung, ist das Tutorium dem Begriff des „selbstständigen Lernens“ verpflichtet. Deshalb sollte das Programm durch Interesse und Initiative der Teil­nehmen­den geprägt sein. Das Tutorium sollte nicht als eine Art Repetitorium missverstanden werden, in dem der Stoff des Kurses noch einmal frontal vorgetragen wird. Ein Tutorium ist so gut wie seine Teilnehmer/innen und wer das Tutorium besucht, hat eine wesentlich höhere Chance die Prüfung zu bestehen.