30.11.2020 Interdisziplinärer Workshop: Videoanalysen – Methodologische und medienhistorische Aspekte der Betrachtung von Mikro-Interaktion (11.12.)

Der interdisziplinäre Workshop zielt auf die gemeinsame Diskussion gegenwärtiger und historischer Forschungen zu Verfahren der Videoanalyse ab. Im Mittelpunkt des Programms stehen wissenschaftliche Anwendungen der Videoanalyse in verschiedenen Kontexten, wie der Analyse von Bewegungsinteraktionen sowie Problemen der Simultanität, Sequenzialität, Körperlichkeit, Räumlichkeit und Performativität.

Foto: Pixabay.com (CC0)

Das Ziel ist es, aktuelle methodologische Ansätze der Videoanalyse hinsichtlich ihres erkenntnistheoretischen Potentials zu befragen und zugleich ihre technischen Bedingungen und medienhistorischen Entwicklungen zu reflektieren: Welche theoretischen Annahmen und grundlegende Fragestellungen setzen aktuelle Verfahren der Videoanalyse voraus? Wie haben sich diese historisch entwickelt? Wie wirkt sich technologischer Wandel auf Methoden und Forschungsziele der Bewegungsanalyse aus? Welche Unterschiede gibt es beim Einsatz in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen? Welche wissenschaftspolitischen, epistemologischen, ästhetischen und ethischen Fragen sind in diesen Zusammenhang involviert?

Der Workshop wird von Forschenden aus der Medienwissenschaft, Sprechwissenschaft, Soziologie, Sportwissenschaft und Psychiatrie organisiert. Er wird mit Mitteln des Programms UMRvernetzt der Universität Marburg gefördert.

Konzept: Henning Engelke, Eva-Maria Gauß, Sophia Gräfe und Lydia Riedl

Programm

Freitag, den 11. Dezember 2020, online (Link nach Anmeldung)

Teil 1 (Deutsch):  09:45 – 13 Uhr

09:45 – 10:00                      Check-in und Begrüßung

10:00 – 10:40                      Regine Hilt (Berlin) 
Qualitative Videoanalyse mit der Feldpartitur

10:50 – 11:30                      Jörg Bergmann (Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie) 
Zur Entwicklung einer Verhaltenspartitur - Theoretische Begründung und Geschichte eines frühen soziologischen Projekts

11:40 – 12:20                      Hedda Lausberg (DSHS Köln, Abt. Neurologie, Psychosomatik, Psychiatrie)
Das NEUROGES Analyse System für Nonverbales Verhalten und Gestik

12:20 – 13:00                      Gemeinsame Diskussion

–Mittagspause–

Teil 2 (Englisch):   14 – 17 Uhr

14:00 – 14:40                      James Trujillo (Cosilab) 
Studying Multimodal Language Using Video-Based Motion Tracking

14:50 – 15:30                      Allison Jablonko (Keene, NH)
Crucial durations, continuity and sense: some visual examples of micro-analysis of archival and recent material from Papua New Guinea (1964/2014)

15:40 – 16:20                       Peter Sachs Collopy (Caltech, University Archives and Special Collections) 
“Mirror With a Memory”: Video Self-Observation between Art and Science

16:20 – 17:00                      Diskussion und Resümee

Anmeldung bis zum 09. Dezember per E-Mail an Frau
Sie erhalten nach der Anmeldung die Zugangsdaten zum Online-Konferenzraum.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Find the downloadable Englisch & German version of the workshop programme here

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