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DFG-Projekt "Ästhetik des Okzidentalismus"

Projektleitung: Dr. Ömer Alkin

gefördert mit Mitteln der DFG

Seit mehr als dreißig Jahren untersuchen Wissenschaftler*innen unterschiedliche Konzeptionen des 'Okzidentalismus'. Zumeist versammeln sich in diesen Untersuchungen diskursanalytisch konzeptionierte Forschungen, die das dichotomische Verhältnis von Orient und Okzident und die komplexen diskursiven sowie historischen Verwicklungen auch in unterschiedlichen regionalen sowie nationalen Kontexten analysieren. 

Obwohl in den Untersuchungen Radiosendungen, Fotografien oder andere mediale Typen untersucht werden, werden die nicht-textuellen medienästhetischen Qualitäten (also: Bild, Ton etc.) kaum in die Analyse einbezogen. Welcher Anteil kommt medienästhetischen Qualitäten von Diskursen dabei zu, okzidentalistischen Diskurssinn zu konstituieren. Unter solchen Diskursen werden solche angenommen, die den Westen abwertend und abgrenzend so konstruieren, dass ein nicht-westliches Eigenes stabilisiert und gefestigt wird? Dieser übergeordneten Frage geht das Forschungsprojekt anhand eines Beispiels nach, das bisher vernachlässigt wurde.

Konkret untersucht es anhand filmischer Werkanalysen das filmische Schaffen des Begründers eines national-islamischen Kinos der Türkei, Yücel Çakmaklı (*1943-†2009) und arbeitet dezidiert filmästhetische Eigenschaften heraus, die die okzidentalistische Haltung des Regisseurs filmisch umsetzen.