Lotta Ruppenthal

Wiss. Mitarbeiterin

Kontaktdaten

lotta.ruppenthal@ 1 Deutschhausstraße 3
35032 Marburg
F|04 Institutsgebäude
  • Zur Person

    2008-2014 Studium Lehramt für Gymnasien der Fächer Deutsch und Geschichte in Marburg, während des Studiums Hilfskraft bei Dr. Jörg Schuster und Prof. Dr. Volker Mergenthaler, 2015-2023 Promotionsstudium der Neueren deutschen Literatur in Marburg, 3/2017-9/2021 Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seit 4/2023 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Neuere deutsche Literatur.

  • Publikationen und Vorträge

    Aufsätze:

    Was nie gedruckt wurde, lesen. Lektüren des „weißen Flecks“ in der Wiener und Prager Zeitungskultur des Ersten Weltkriegs. In: Hofmannsthal-Jahrbuch zur europäischen Moderne 28 (2020), S. 327-378 (gemeinsam mit David Brehm)

    Der Skandal der Entblößung als Entblößung des Skandals. Die Inszenierung eines ‚hysterischen’ (An)Falls in Fräulein Else und ihre Uraufführung in der Neuen Rundschau. In: Carl Niekerk, Margrit Vogt (Hrsg.): Die Ökonomie des Skandals. Gesellschaft, Sexualität, Gender und Judentum bei Arthur Schnitzler. Göttingen 2020, S. 227-261

    Vorträge:

    04/2023:
    Lektüre des Rauschs – Rausch der Lektüre. Walter Benjamins „Miszlowicz – Braunschweig – Marseille. Die Geschichte eines Haschisch-Rausches“ in der Zeitschrift UHU
    Workshop „Chancen des Gelächters. Zur Ästhetik und Politik des Humors bei Walter Benjamin.“, ZfL Berlin

    03/2023:
    Zwischen „Tumult der lebendigen Straße“ und „Narkotikum“ – Joseph Roths „Der Kolporteur“ in der Frankfurter Zeitung (1924) und in der Zeitschrift „Kokain. Eine moderne Revue“ (1925)
    Workshop „Kolportage – Pulp – Moderne“, Philipps-Universität Marburg 

  • Forschungsschwerpunkte

    Deutschsprachige Literatur (19.-21. Jahrhundert)
    Literatur- und Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts (insbesondere das Feuilleton der 1920er Jahre und die Wiener Moderne)
    Materialphilologie: Literatur in Buch, Zeitung, Zeitschrift

  • Dissertationsprojekt

    Literarizität im Zeitungskontext. Die Feuilletons von Joseph Roth

    Gegenstand des Promotionsvorhabens sind Feuilletonbeiträge von Joseph Roth, die hochreflektierte literatur- und medientheoretische Lesarten nahelegen. Entgegen etablierter Verfahren werden die Einzeltexte nicht in den Werkausgaben aufgesucht, sondern am ursprünglichen Erscheinungsort der Zeitung. Hier stehen sie nicht isoliert für sich, sondern partizipieren im Blickfeld der Rezipient:innen an dem durch die Tagespresse generierten Wissen. Im Fokus stehen damit produktive semantische Wechselverhältnisse zwischen den Feuilletons und ihrer medialen, paratextuellen Umgebung, bestehend beispielsweise aus weiteren Texten, Werbeanzeigen und anderen graphischen Details. Aus dieser Nachbarschaft, so soll gezeigt werden, beziehen die Texte bisher unbeachtet gebliebenes Potential. Sie werden lesbar auf eine Weise, in der sie ihren Publikationsort reflexiv einholen, literarisch fruchtbar machen und damit nicht nur ihr Erscheinungsmedium ‚Zeitung‘ in den Blick nehmen, sondern auch die in den 1920er und 30er Jahren prominent diskutierte Unterscheidung von Literatur und Journalismus kommentieren. Damit geraten etablierte literaturtheoretische Begriffe an ihre Grenzen und müssen mit Blick auf den konturierten Forschungsgegenstand einer kritischen Revision unterzogen werden. Eine Fokussierung des Verhältnisses von journalistischem und literarischem Schreiben erfordert nun vielmehr eine medienphilologische Erweiterung literaturwissenschaftlicher Fragestellungen. Neben der Erprobung und Systematisierung von Strategien zur literaturwissenschaftlichen Erschließung paratextueller Wechselverhältnisse werden grundlegende Einsichten in poetische Verfahren und Strategien literarischer Texte in der Tagespresse der Weimarer Republik angestrebt.

  • Lehrveranstaltungen

    Sommersemester 2023
    Lesespuren. Von Lese- und Schreibszenen (Aufbauseminar, Mi 16-18)

    Wintersemester 2022/23
    Feuilleton vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart (Vertiefungsseminar, 14-tägig Mo 10-14)

    Wintersemester 2020/21
    Heiterkeit und Schuld: Literatur und Kultur der 1950er Jahre (Aufbauseminar, gemeinsam mit David Brehm, Block) 

    Sommersemester 2020
    Das Ende erzählen. Dystopien in der deutschsprachigen Literatur von 1919 bis zur Gegenwart (Aufbauseminar, asynchron online)

  • Sprechstunde

    Sommersemester 2023: Mi 14-15 Uhr
    Bitte melden Sie sich im Voraus per für die Sprechstunde an.

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