22.10.2018 Dalberg-Preis 2018 für Dr. Maximilian Haars

Bild (Rechte: Maximilian Haars)
v.l.n.r.: Prof. Dr. Sandra Tänzer, Prof. Dr. Meinolf Vielberg, Dr. Maximilian Haars und Prof. Dr. Klaus Manger.

Am 20. Oktober 2018 erhielt Dr. Maximilian Haars, Institut für Geschichte der Pharmazie der Philipps-Universität Marburg, den Dalberg-Preis 2018 für transdisziplinäre Nachwuchsforschung von der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

Diese drittälteste Akademie in Deutschland verleiht in Verbindung mit den Universitäten und Hochschulen des Landes Thüringen den Preis, um herausragende Forschungen ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken, deren Transdisziplinarität sich nicht nur auf Verbindungen zwischen einzelnen Fächern richtet, sondern vor allem die Brücke zwischen Geistes- und Naturwissenschaften schlägt. Der Preis ist nach Carl von Dalberg (1744–1817) benannt, der die Akademie als Spezialprotektor zur besonderen Blüte führte und mit den Geistesgrößen seiner Zeit korrespondierte, zugleich aber ein Förderer der Wissenschaften und Künste war.

Maximilian Haars erhielt den Preis für seine pharmaziehistorische Dissertation mit dem Titel „Die allgemeinen Wirkungspotenziale der einfachen Arzneimittel bei Galen. Oreibasios, Collectiones medicae XV. Einleitung, Übersetzung, Kommentar und pharmazeutische Evaluation“. In seiner Doktorarbeit verbindet Haars, der vor seinem Pharmaziestudium auch Theologie und Gräzistik studierte, philologische, pharmazeutische, pharmazie- und botanikgeschichtliche Fragestellungen und Methoden. Gutachter der Dissertation, die mit summa cum laude bewertet wurde, waren neben der Marburger Pharmaziehistorikerin Prof. Dr. Sabine Anagnostou auch die Marburger Gräzistin Prof. Dr. Sabine Föllinger.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Graduierungsfeier der Universität Erfurt durch den Präsidenten der Akademie, Prof. Dr. Klaus Manger, und den Vizepräsidenten, Prof. Dr. Meinolf Vielberg, statt, der in seiner Begründung der Entscheidung der Preisfindungskomission herausstellte, dass die Arbeit durch den interdisziplinären Ansatz nicht nur eine Neuinterpretation der Pharmakologie des römischen Arztes Galen ermöglicht, sondern auch Ergebnisse von praktischer Relevanz für die moderne Drug Discovery liefert und damit neue Möglichkeiten einer fächerübergreifenden Forschung aufzeigt. Ein solches Forschungskonzept wurde am Institut für Geschichte der Pharmazie in Marburg von Sabine Anagnostou entwickelt und bereits in mehreren Dissertationen erfolgreich umgesetzt.

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