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Projekt: "iQ_EB: Qualifizierung für eine inklusive allgemeine Erwachsenenbildung am Beispiel von Blindheit und Sehbehinderung
Projektleitung:  Prof. Dr. Wolfgang Seitter, Dr. Sabine Lauber-Pohle
Projektlaufzeit:  01.12.2017 - 30.11.2020
Kontaktdaten:  Dr. Sabine Lauber-Pohle; Tel: 06421 28-23029; Mail: sabine.lauber-pohle at staff.uni-marburg.de
Föderkennzeichen: 1NV1714

Projektbeschreibung

Das Projekt „iQ_EB: Qualifizierung für inklusive, allgemeine Erwachsenenbildung am Beispiel von Blindheit und Sehbeeinträchtigung“ erarbeitet ein Konzept für die Qualifizierung von pädagogischem Personal für inklusive Bildung im Kontext der allgemeinen öffentlichen Weiterbildung mit Schwerpunkt auf die Zielgruppe blinder und sehbeeinträchtigter Menschen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Richtlinie zur „Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte für inklusive Bildung“ unter dem Förderkennzeichen 1NV1714 gefördert.

Das Projekt iQ_EB bedient sich mittels Befragungen und Dokumentenanalysen einem Mix aus quantitativen und qualitativen Methoden. Die Auswertungen beziehen sich zum einen auf die Bedarfe der Volkshochschulen einer Region mit Blick auf die Anforderungen an das Personal und die Besonderheiten in den unterschiedlichen Programmbereichen, zum anderen auf die Bedarfe blinder und sehbeeinträchtigter Adressatinnen und Adressaten sowie auf das Wissen von Expertinnen und Experten der Selbsthilfe und einschlägiger Fachgesellschaften.

Auf Basis dieser Analyse werden zwei Fortbildungsreihen für das Personal an Volkshochschulen mit makrodidaktischen Aufgaben der Planung und mikrodidaktischen Aufgaben des Unterrichtens entwickelt. Ziel ist die Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften (Leitungen, Programmplanende und Kursleitungen) in der allgemeinen Weiterbildung hinsichtlich einer spezifischen Zielgruppe. Das Konzept sollte idealerweise sowohl bundesweit im Bereich der Volkshochschulen, als auch in anderen Segmenten der Weiterbildung auf nationaler und internationaler Ebene einsetzbar sein sowie auf weitere Formen von Beeinträchtigung übertragen werden können.

Zur Vorbereitung und Sicherung einer nachhaltigen Implementierung erfolgt die Projektarbeit und die Entwicklung der Fortbildungsreihen  in enger Kooperation und Abstimmung mit den Verbänden des Praxisfeldes. Zu den Kooperationspartnern zählen der Hessische Volkshochschulverband (hvv), der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV e.V.), der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS e.V.) sowie die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista e.V.).

Weiterbildung mit Sehbeeinträchtigung – Ihre Erfahrungen sind gefragt!

Stellen Sie sich vor, sie entscheiden sich dafür eine neue Sprache oder ein neues Land kennenzulernen. Vielleicht genießen Sie es auch, neue Sichtweisen und Fähigkeiten zu erlangen. Der Besuch einer Weiterbildung, zum Beispiel eines Volkshochschulkurses könnte da naheliegen. Aber welche Erfahrungen machen blinde oder sehbeeinträchtigte Menschen eigentlich, wenn sie an Weiterbildung teilnehmen möchten? Ist ein barrierefreier Zugang überhaupt vorhanden?

Das Projekt „Qualifizierung für eine inklusive, allgemeine Erwachsenenbildung am Beispiel von Blindheit und Sehbeeinträchtigung (iQ_EB)“ an der Philipps-Universität Marburg erarbeitet ein Konzept für die Qualifizierung von pädagogischem Personal für inklusive Erwachsenenbildung/Weiterbildung. Mit der Teilnahme an der Befragung helfen Sie uns, Ihre Bedarfe in das Fortbildungskonzept einfließen zu lassen und das Lern- und Bildungsangebot für Menschen mit Blindheit oder Sehbeeinträchtigung zu verbessern. Machen Sie mit, damit Sie und andere von einer inklusiveren Weiterbildungslandschaft profitieren können!

Den Fragebogen finden Sie über diesen Link.

Die erhobenen Daten unterliegen dabei selbstverständlich strengsten Datenschutzrichtlinien und bedarf daher Ihrer Zustimmung.

Die Befragung umfasst bis zu 34 Fragen, die durchschnittliche Bearbeitungszeit beträgt 25 Minuten. In Vorab-Tests mit Screenreader-Software zeigte sich, dass JAWS und NVDA gut funktionierten, die Software cobra dagegen kleinere Probleme aufzeigte, wie etwa das doppelte Vorlesen von Fragen.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Wissenschaftliche Weiterbildung im Bereich "Blinden- und Sehbehindertenpädagogik"

Zu den Aufgaben der Kooperationsstelle der blista gehört auch die Koordination der beiden weiterbildenden Studiengänge im Bereich Blinden- und Sehbehindertenpädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg:

1) Master Blinden- und Sehbehindertenpädagogik

2) Zertifikatskurs Grundlagen inklusiver Pädagogik bei Blindheit und Sehbehinderung

Informationen zu beiden Studiengängen finden Sie auf den jeweiligen Webseiten.

Informationen zum Thema "Inklusives Studium bei Blindheit und Sehbeeinträchtigung"