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Arbeitsbereich Anderl

Der Arbeitsbereich befasst sich thematisch mit Konflikten um Land, Nahrung und ländliche Entwicklung. Diese Konflikte sind häufig Resultat kapitalistischer Produktionsweisen in den letzten Jahrzehnten, zum Beispiel der industriellen Landwirtschaft. Die Konflikte entzünden sich an konkreten Problemen wie etwa Umweltkatastrophen oder Streit um die Nutzung von Ressourcen und ihrer Verteilung.

Soziale Bewegungen spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Sie spitzen Konflikte zu und lenken somit die Aufmerksamkeit darauf und leben häufig auch Alternativen vor. Deshalb richtet der Arbeitsbereich besonderes Augenmerk auf soziale Bewegungen und deren Interaktion mit anderen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen. Methodisch werden hierfür qualitative Methoden genutzt, um zu verstehen welche übergeordneten gesellschaftlichen Probleme sich in der konkreten Auseinandersetzung erkennen lassen. Insbesondere engagiert sich der Arbeitsbereich in der Weiterentwicklung ethnografischer Methoden.

In ländlichen Konflikten überschneiden sich die Konsequenzen und Probleme transnationaler Vergesellschaftung, der politischen Ökonomie und institutioneller Politik. Deshalb betreibt die Arbeitsgruppe interdisziplinäre Theoriebildung vom konkreten Konflikt her und trägt damit unter anderem zur Sozialen Bewegungsforschung, der Internationalen Politischen Soziologie und der Konfliktforschung bei.