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Arbeitsgruppe 14 Kulturphilosophische Grundbegriffe der Anthropologie (2006–2015)

Der Arbeitsgruppe ging es darum, die Rede von "dem Menschen" in ein tätigkeitstheoretisches Vokabular kultürlicher Praxen zu transformieren. Die "Philosophische Anthropologie" geht in der Regel vom Menschen als biologischem Gattungswesen aus. Zur Beantwortung der Frage, was "der Mensch" sei, werden dabei den Biowissenschaften entlehnte Methoden und Begriffe entwickelt. Dieser Ansatz kann als reduktionistisch betrachtet werden, insofern er rein nach den deskriptiv dinglich erfassbaren Merkmalen des Menschen fragt. Bevor deskriptiv orientierte Methoden ein Bild vom Menschen entwerfen können, müssen sie Annahmen machen, die sie begrifflich nicht mehr einholen können. Insofern greift ein solcher Ansatz zu kurz.

Im Gegensatz dazu ging es der Arbeitsgruppe um eine tätigkeitstheoretische Rationalisierung der Rede vom "Menschen". Es wurde hierfür ein kulturphilosophischer sowie lebenshermeneutischer Ansatz entwickelt und verfolgt, der suchte, den Menschen aus seinen Tätigkeiten und Werken heraus zu verstehen, indem er seine Rolle aus der Analyse und Rekonstruktion kultürlicher Praxen gewann. Wir beschäftigten uns mit dem Menschen exemplarisch als arbeitendem, ästhetischem, historischem und sprechendem Wesen – unter Bezugnahme auf aktuelle Fragen der Geschichtsschreibung, Gesellschaftskritik, Hirnforschung, Kunst und Linguistik.

Ehemalige feste Mitglieder

  • Christian Adam
  • Malte Dreyer
  • Daniel Kersting
  • Andreas Kremer
  • Jan Müller
  • Dirk Schröder
  • René Thun
  • Matthias Warkus
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