In der Tradition Philipps des Großmütigen und in Rivalität zu Marburg: Die Universität Gießen als lutherische Universitätsgründung.

Veranstaltungsdaten

17. Juni 2019 18:15 – 17. Juni 2019 20:00

Vortragsaal der neuen Universitätsbibliothek, Deutschhausstr. 9

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Foto: UB Gießen

Die Wurzeln der im Jahr 1607 von Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (Bild) gegründeten Universität Gießen reichen weit in das 16. Jahrhundert zurück. Die Reformation, die konfessionellen Gegensätze zwischen Lutheranern und Calvinisten sowie die Aufteilung des Landes Hessen in mehrere Teilfürstentümer und die zunehmenden Konflikte zwischen den hessischen Linien waren die entscheidenden Voraussetzungen für die Errichtung einer eigenen hessen-darmstädtischen Hochschule in Gießen. Aber erst nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, in dessen Verlauf die Darmstädter Landesuniversität vorübergehend nach Marburg transferiert worden war, wurde die Universität auf Dauer in Gießen etabliert. Im Vortrag von Dr. Eva-Marie Felschow, der Leiterin des Archivs der Justus Liebig-Universität, wird die von mancherlei Unwägbarkeiten geprägte Gründungssituation der Universität Gießen und die Rivalität der beiden Hochschulen in Marburg und Gießen bis zum Jahr 1650 skizziert.

Am 20. November 2017 hat der Arbeitskreis Universitätsgeschichte der Philipps-Universität Marburg die „Jubiläumsdekade“ für die 500-Jahrfeier 2027 eingeläutet. Dort wurde u. a. die neue Vortragsreihe „Forum Universitätsgeschichte“ angekündigt: Einmal im Semester wird in einem öffentlichen Vortrag ein spezielles universitätshistorisches Thema von einer Wissenschaftlerin oder einem Wissenschaftler vorgestellt.

Referierende

Dr. Eva-Marie Felschow

Veranstalter

Arbeitskreis Universitätsgeschichte der Philipps-Universität Marburg

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