Richard Krautheimer in Marburg (1928-1933). Aus den Anfängen einer Kunsthistoriker-Karriere

Vortrag von Prof. Dr. Ingo Herklotz in der Reihe "Forum Universitätsgeschichte"

Veranstaltungsdaten

12. Februar 2019 18:15 – 12. Februar 2019 20:00

Vortragssaal der neuen Universitätsbibliothek, Deutschhausstraße 9

Am 20. November 2017 hat der Arbeitskreis Universitätsgeschichte der Philipps-Universität Marburg die „Jubiläumsdekade“ für die 500-Jahrfeier 2027 eingeläutet. Dort wurde u. a. die neue Vortragsreihe „Forum Universitätsgeschichte“ angekündigt: Einmal im Semester soll in einem öffentlichen Vortrag ein spezielles universitätshistorisches Thema von einer Wissenschaftlerin oder einem Wissenschaftler vorgestellt werden.

Im Wintersemester 2018/19 wird sich Prof. Dr. Ingo Herklotz mit dem Beginn der Karriere des bedeutenden Kunsthistorikers Richard Krautheimer in Marburg beschäftigen.

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Archiv der Philipps-Universität Marburg

Richard Krautheimer wurde 1894 im bayerischen Fürth geboren. Nach einem Studium der Kunstgeschichte in München wurde er 1923 in Halle mit der Arbeit "Die Kirchen der Bettelorden in Deutschland" promoviert. Ausgedehnte Reisen führten ihn nach Italien, dessen Kunstgeschichte zu seinem Lebensthema werden sollte. In seiner 1927 bei Richard Hamann in Marburg angenommenen Habilitationsschrift befasste er sich aber zunächst mit mittelalterlichen Synagogen. Neben seiner Lehrtätigkeit an der Philipps-Universität begann er in dieser Zeit mit der Arbeit am "Corpus basilicarum Christianarum Romae", dessen letzten Band er im Jahre 1977 vorlegen konnte. Aus dem nationalsozialistischen Deutschland emigrierte er über Italien nach Amerika. Nach Beendigung seiner Lehrtätigkeit am Institute of Fine Arts in New York 1971 zog er nach Rom, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1994 lebte. Einem größeren Publikum wurde er durch sein Buch "Rom. Geschichte einer Stadt 312-1308" (dt. München 1987) bekannt.

Prof. Dr. Ingo Herklotz hat seit 1997 die Professur für Italienische Kunstgeschichte an der Philipps-Universität Marburg inne.

Referierende

Prof. Dr. Ingo Herklotz

Veranstalter

Arbeitskreis Universitätsgeschichte

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