09.10.2026 Hello, can you spare some time? Aktuelle Phishing-Attacken auf Universitätsmitglieder
Vielleicht haben Sie gestern oder heute eine Phishing-Mail erhalten, in der Sie eine Ihnen angeblich bekannten Person auf Englisch fragt, ob Sie etwas Zeit übrig hätten. Das ist ein Betrugsversuch. Die Betrüger*innen, die Ihnen diese Phishing-Mail geschickt haben, hätten gerne etwas Geld oder einen Gutscheincode, vorzugsweise für einen App-Store. Um was es sich im Detail handelt, welche E-Mail-Adressen uns gerade angreifen und wie Sie sich vor dem Betrug schützen, lesen Sie hier!
Am Donnerstagmittag wurden von der E-Mail-Adresse „office339online@gmail.com” mehrere Phishing-Mails verschickt. Daraufhin wurde uns gemeldet, dass von den E-Mail-Adressen labp9007@gmail.com und desk.mail@bk.ru ebenfalls Phishing-Mails verschickt werden.
Gleichzeitig konnten wir in einigen Fällen Identitätsdiebstahl feststellen. Dabei wurden Namen und Titel von Vorgesetzten und/oder Teammitgliedern missbraucht, um die Angriffe gezielt auf Kolleg*innen auszurichten.
Beispiel: aktuelle Phishing-Mail
Von: Prof. Dr. Thomas Nauss <office339online@gmail.com>
Betreff: [leer]
Hello, can you spare some time? Are you on campus now
RegardsProf. Dr. Thomas Nauss
Viele Phishing-Mails können Sie anhand dieser Merkmale erkennen bzw. prüfen:
- Absendeadresse: Prüfen Sie immer die Absenderadresse! In diesem Fall stammt die E-Mail aufgrund der Adresse „office339online@gmail.com” nicht von Herrn Prof. Dr. Thomas Nauss. Das ist nicht seine dienstliche E-Mail-Adresse.
- Betreff: Der Betreff ist leer. Dies gibt keinerlei Kontext über den Inhalt der E-Mail und deutet darauf hin, dass etwas nicht stimmt.
- Anrede: Es fehlt eine direkte Anrede.
- Inhalt: Der Inhalt ist kurz und knapp sowie dringlich formuliert. Niemand, der etwas Dringendes von Ihnen braucht, schreibt erst eine E-Mail! Achten Sie zudem auf Rechtschreibfehler!
Mit den Phishing-Mails sollen Sie meist dazu gebracht werden, den Betrüger*innen Google-Playstore-Guthaben oder Paysafecards zu senden. Dies wird durch die Ausnutzung der Hilfsbereitschaft und des Machtgefälles zwischen den Empfänger*innen und den als Vorgesetzten getarnten Absender*innen versucht. Solche Angriffe lassen sich leider nicht völlig verhindern. Schützen Sie sich daher vor Betrugsversuchen dieser Art, in dem Sie Ihre E-Mails sorgfältig prüfen, bevor Sie darauf reagieren.
Hier finden Sie eine Themenseite zum Geschenkkartenbetrug.
Was sollte man tun, wenn man eine Phishing-Mail erhält?
- Bitte löschen Sie die E-Mail aus Ihrem Postfach.
- Öffnen Sie nicht die im Anhang der E-Mail enthaltene Datei und klicken Sie keine Links an.
- Bitte antworten Sie nicht auf die Phishing-Mail.
Merken Sie sich: Kein dienstlicher Kontakt und keine seriöse Firma wird Sie per E-Mail um Geld oder Geschenkkarten bitten!
Sollten Sie eine Phishing-Mail erhalten haben und bereits eine Datei im Anhang geöffnet oder einen Link angeklickt haben, melden Sie sich bitte direkt bei uns: it-sicherheit@uni-marburg.de