Hauptinhalt

Spendenkampagne zur Sanierung der Schau-und Anzuchtgewächshäuser sowie des Eingangsbereichs im Botanischen Garten

Sie geben mehr als 8.000 Pflanzen ein Zuhause: die 8 Schaugewächshäuser und 23 Anzucht- und Sammlungshäuser des Botanischen Gartens auf den Lahnbergen. Inmitten des 20 Hektar großen Geländes tauchen Besucherinnen und Besucher in den Schaugewächshäusern ab in eine eigene Welt unter Glas: vom Tropenhaus mit zahlreichen Lianen über das Australienhaus mit Pflanzen wie dem Kängurupfötchen (Anigozanthus flavidus), bis hin zum Wasserpflanzenhaus mit der Viktoria-Riesenseerose. Eine Weltreise zu Fuß – die Gewächshäuser machen es möglich. Eine Attraktion ist der Riesentitanenwurz mit dem größten Blütenstand der Welt, der bis zu 3 Meter hoch und 1,50 Meter breit werden kann. Ein weiteres Highlight: Ab Juni flattern bunte Schmetterlinge im Ausstellungshaus. Wer wissen möchte, wie ein Kakao-Baum aussieht, ist im Nutzpflanzenhaus richtig. Vom Kaktus bis zum Elefantenfuß: Im Sukkulentenhaus finden dicke, wulstige und wasserspeichernde Pflanzen ihren Platz. Die nur nach vorheriger Anmeldung zugänglichen Anzuchthäuser beherbergen unter anderem fleischfressende Pflanzen, seltene Orchideen und vom Aussterben bedrohte Arten. Auch für die „Grüne Schule“ sind die Gewächshäuser von zentraler Bedeutung. Hier können Kinder zu kleinen Naturforscherinnen und -forschern werden. Für sie gibt es Expeditionen, Projekttage und Kindergeburtstage mit Rallyes durch den Botanischen Garten sowie Kurse und Veranstaltungen zu Themen wie „Hexenkraut und Zaubertrank“ oder „Reisen ins Dinoland“.

Die Sanierung der Gewächshäuser: Herzstück der Marburger „Schatzkammer der Pflanzenwelt“

Die Gewächshäuser sind in die Jahre gekommen. Erbaut um 1970, müssen sie dringend energetisch saniert sowie baulich und technisch auf einen zeitgemäßen und benutzerfreundlichen Stand gebracht werden. Damit die Paradiesvogelblume (Strelitzia reginae), die Sisal-Agave (Agave sisalana) und andere Pflanzen bald wieder den Durchblick haben, werden in den Schaugewächshäusern rund 2.800 Quadratmeter Glas ausgetauscht – in den Anzucht- und Sammlungsgewächshäusern sind es 1.700 Quadratmeter. Die Sanierung erfolgt nach den Vorgaben des Denkmalschutzes. Zu Beginn müssen das alte Glas und die Sprossen ausgebaut und der Sockel ertüchtigt werden. Die Dachfläche, die Stehwände, der Giebel, die Innentrennwände und die Türen werden neu verglast. Um Exoten wie den Geweihfarn vor einem Sonnenstich zu bewahren oder der hängenden Hummerschere (Heliconia rostrata) ein angenehm gleichmäßiges Klima zu sichern, werden ein Sonnenschutz installiert und die Elektrik erneuert. Durch die Sanierung der Gewächshäuser sollen der Energieverbrauch und damit die laufenden Kosten wesentlich gesenkt werden.

Für ein herzliches Willkommen soll ein Eingangshaus sorgen: Statt des bisherigen Kassenhäuschens ist ein kleines Gebäude geplant, in dem auch ein Shop und der Seminarraum der „Grünen Schule“ untergebracht sein werden. So kann die Grüne Schule künftig noch besser ihren kleinen und großen Gästen die Geheimnisse und Überraschungen der Natur nahebringen.

Für diese Baumaßnahmen hat das Land Hessen schon 2011 grundsätzlich einen Zuschuss bewilligt, der allerdings die Kosten nur teilweise abdeckt und gemäß einer Absprache durch Spenden zu ergänzen ist. Nach dem jetzigen Planungsstand werden die denkmalgerechte Sanierung der Gewächshäuser (Schau- und Anzuchtgewächshäuser) und der Neubau des Eingangshauses voraussichtlich etwa 5 Millionen Euro kosten. 1,25 Millionen Euro davon sollen bis zum Sommer 2023 durch Spenden eingeworben werden.

Die Spendenkampagne „Ich blüh für dich – spende für mich“

Da laut Beschluss des Präsidiums werden alle Veranstaltungen bis 31. Juli 2020 abgesagt werden, wird der geplante Kampagnenstart im Juni 2020 wird aufgrund der aktuellen Situation verschoben. Geplant sind Aktionen und Führungen in den Gewächshäusern und ein Spenderbeet in den Außenanlagen. Großspenderinnen und -spender können zweckgebunden ein Gewächshaus ihrer Wahl unterstützen – und werden namentlich mit einer Plakette am Eingang geehrt. Zudem wird es exklusive Führungen durch die zugangsbeschränkten Anzuchthäuser geben sowie herausgehobene Events für besonders großzügige Unterstützerinnen und Unterstützer.

Sie können ganz einfach online über den Spendenbutton oder an folgendes Konto überweisen:

spenednbutton-botgart.jpg
IBAN: DE 30 5335 0000 0000 0001 08
Verwendungszweck: 843 031 59
Bank: Sparkasse Marburg Biedenkopf

Die Philipps-Universität Marburg stellt Zuwendungsbescheinigungen für das Finanzamt aus.

Informationen zur Spendenkampagne:

Iris Rubinich
Stabsstelle „Fundraising & Alumni-Service“
Tel.: 06421 28-25038
E-Mail: