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Aktuelles

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31.05.2017

Musik des Reformationszeitalters in Hessen

Ausstellungseröffnung

Zeit: 09.06.2017 17:00 h 
Ort: Staatsarchiv Marburg, Landgrafensaal

Referierende/Beteiligte:

Prof. Dr. Friedhelm Brusniak, Institut für Musikforschung – Lehrstuhl für Musikpädagogik, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Weitere Informationen:

Die Ausstellung findet in Verbindung mit dem 48. Schütz-Fest der Internationalen Heinrich-Schütz-Gesellschaft vom 21.–24. September 2017 in Marburg statt.

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06.05.2017

Uwe Henkhaus im Kulturgespräch der "Musikszene Hessen" bei hr2-kultur

Das Gespräch können Sie hier nachhören:  http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=22844

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04.04.2017

Deutscher Musikeditionspreis "Best Edition" für das von Uwe Henkhaus mitherausgegebene Chorbuch "Reine Frauensache"

Acht Notenausgaben und Musikbücher dürfen sich ab sofort mit dem Gütesiegel „Best Edition“ schmücken. Sie wurden von einer Jury aus über 60 eingesandten Publikationen als besonders herausragende Exemplare des vergangenen Jahres ausgewählt und daher mit dem „Deutschen Musikeditionspreis – Best Edition“ auf der Frankfurter Musikmesse 2017 ausgezeichnet.

Im 26. Jahr des renommierten Wettbewerbs haben sich 17 Verlage beteiligt und ihre besten Publikationen eingereicht. Die Jury setzte sich aus Vertretern der Bereiche Musikwissenschaft, Notenhandel, Graphik, Musikpädagogik und Musikkritik zusammen.
Die prämierten Publikationen werden unter www.best-edition.de ausgestellt.

Der Deutsche Musikeditionspreis „Best Edition“ wird vom DMV für herausragende Qualität bei Notenausgaben und Musikbüchern verliehen. Der Verband und seine 400 Mitgliedsverlage würdigen damit in Zeiten der Nivellierung kultureller Leistungen und des Überhandnehmens von billigen Vervielfältigungen besondere editorische Leistungen.

Der von Jürgen Faßbender, Uwe Henkhaus, Ernie Rhein und Jochen Stankewitz herausgegebene Band „'Reine Frauensache', 60 Highlights für Frauenchor vom 16. Jahrhundert bis heute" ist 2016 in der Edition Peters Group, Leipzig, erschienen.

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24.12.2016 

Das Musikwissenschaftliche Institut trauert um Prof. Dr. Martin Weyer

Am 30. November verabschiedeten wir in heiterer Runde unseren Bibliotheksmitarbeiter in den Ruhestand. Martin Weyer und seine liebe Frau feierten fröhlich mit. Wer hätte ahnen können, dass wir diesen hochgeschätzten, allseits beliebten Kollegen schon Heiligabend verlieren würden?

Geboren am 16. November 1938 in Cammin/Pommern, wuchs Martin Weyer infolge der Flucht in Hildesheim auf. Nach dem Abitur nahm er 1958 sein Studium der Kirchenmusik in Hannover auf, wechselte nach der B-Prüfung zum Organisten an die Musikhochschule Köln und belegte an der Universität die Fächer Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft. 1964 absolvierte er das Staatsexamen für Schulmusik, 1966 bei seinem verehrten Lehrer Hans Klotz die A-Prüfung zum Organisten. Noch während er sich bei Marie-Claire Alain in Paris als Organist weiterbildete, widmete er sich seiner musikwissenschaftlichen Promotion, die er bei Klaus Wolfgang Niemöller mit einer Dissertation über „Die deutsche Orgelsonate von Bach bis Reger“ 1969 in Köln abschloss.

1966 – kaum 28 Jahre alt – kam er als Universitätsmusikdirektor der Philipps-Universität nach Marburg, lehrte am Musikwissenschaftlichen Institut zunächst als Lektor und wurde bald nach der Promotion Professor für Musikwissenschaft. Dank seiner ungewöhnlichen menschlichen Qualitäten, dank seines fein ausgeprägten Humors flogen ihm, der bis 1989 Universitätsmusikdirektor und Universitätsprofessor in Personalunion war, die Herzen zu. Als Universitätsmusikdirektor baute er das Collegium vocale und Collegium instrumentale neu auf, brachte er Generationen von Studierenden Musiktheorie nahe. Ihm, dem alles so leicht zu fallen schien, bereitete diese Lehre augenscheinlich Freude. Sollte sie ihm je eine Last gewesen sein, ließ er das niemanden merken.

In der akademischen Lehre widmete er sich Themen, die ihn auch als Organisten und Forscher beschäftigten: aus dem Bereich der evangelische Kirchenmusik mit den Schwerpunkten Bach sowie dem 19. und 20. Jahrhundert. Seine spezielle Liebe galt der amerikanischen und skandinavischen Musik, Lehrgebieten, die man in den 1980/90er Jahren noch exotisch nennen konnte. Als literarisch interessierter und germanistisch geprägter Wissenschaftler wandte er sich auch interdisziplinären Themen zu, zum Beispiel der Bedeutung der Musik im Schaffen Thomas Manns.

Nur am Rande sei an dieser Stelle erwähnt, dass Martin Weyer – von 1970 bis 1985 Organist der Elisabethkirche, seit 2004 Organist an der Lutherischen Pfarrkirche – über 50 Jahre als ausübender Musiker, als Organist und Dirigent, im besten Sinne des Wortes eine Marburger Institution war. Dass er darüber hinaus eine internationale Karriere „hinlegte“, wie es so schön heißt, mit unzähligen Übertragungen und Einspielungen, wird Orgelenthusiasten nicht verborgen geblieben sein. Für das Musikwissenschaftliche Institut wurden diese Aktivitäten und Erfahrungsschätze für die Lehre bedeutsam. Woher dieser Mann dann auch noch die Zeit und Kraft nahm, bis zuletzt unermüdlich zu edieren und werkmonographisch zu forschen, wird sein Geheimnis bleiben. Als Editionen seien lediglich die Bände für die im Carus-Verlag erscheinende Josef Gabriel Rheinberger-Gesamtausgabe genannt, die Bände der Max-Reger-Ausgabe für den Verlag Breitkopf & Härtel sowie die kaum überschaubare Menge an Orgelstücken für den Bärenreiter-Verlag. Martin Weyers Monographie über die Orgelwerke Max Regers erschien zwischen 1989 und 2006 in mehreren Auflagen. Max Regers 100. Todestag wurde am 16. Mai 2016 groß gefeiert. Martin Weyer gab bei dieser Gelegenheit in der Elisabethkirche ein wundervolles Konzert. Muss man heute, angesichts weltweiter Bekanntheit und Popularität dieses Komponisten, niemandem mehr erklären, wer Max Reger ist, war das in Zeiten, als Martin Weyer zum Organisten und Musikwissenschaftler ausgebildet wurde, grundlegend anders. Wie er anschaulich, um nicht zu sagen unnachahmlich zu berichten wusste, war Max Reger – wie so viele Komponisten der Zeit um 1900 – nach dem Zweiten Weltkrieg ein Unbekannter. Noch um 1960/70 wurde ein Orgelschüler mit dessen Musik – so Martin Weyer – „unter dem Ladentisch“ versorgt. Als Organist, Publizist und Editor von Beginn seiner Karriere an für die wissenschaftliche und musikpraktische Renaissance vor allem des Orgelschaffens Max Regers Maßgebliches beigetragen zu haben, darf mithin als Hauptverdienst des Musikers und Musikwissenschaftlers Martin Weyer gelten. 

Wir, die wir zum Teil über Jahrzehnte mit ihm arbeiten und zusammen sein durften, erlebten ihn als wunderbaren, humorvollen Menschen, als professionellen Kollegen, auf den man sich jederzeit verlassen konnte. Da er mit sich im Reinen war, ging mit ihm alles so einfach. Ich persönlich kann mich an keinen einzigen Dissens erinnern, an keine einzige Begegnung ohne Herzlichkeit und zumeist schallendes Lachen. Zogen im Institut einmal Wolken auf, mussten wir uns über drolligen Amtsstolz oder kollegiale Ungezogenheit wundern, pflegte er zu sagen: „Sabine, glaube mir, der Mensch verändert sich nicht, es sei denn, er wird befördert“. Diese herrliche Lebensweisheit, die mir Martin mit auf den Weg gegeben hat, hat mir in meinem Berufsleben vieles erleichtert. Dafür und für viele andere Ratschläge dieser Art bin ich ihm dankbar und werde es immer sein.

Dass Martin Weyer ein so fröhlicher, humorvoller Mensch war, lag ohne Zweifel an seinem Naturell. Ohne Widerhall in seinem familiären Umfeld hätte diese Gabe allerdings Luftwurzeln getrieben. Er genoss sein Glück mit seiner lieben Frau und seiner gesamten Familie, nicht zu vergessen Katze Molly. Dass auch letztere an dieser Stelle erwähnt werden muss, kann nur verstehen, wer Martin Weyer, den großen Katzenfreund, tatsächlich kannte. Die Familie gab ihm Kraft, bildete das Fundament seiner bis zuletzt erbrachten wissenschaftlichen und künstlerischen Leistungen, die bekanntlich nicht vom Himmel fallen, vielmehr das Ergebnis eines Arbeitsethos sind, das Schaffensfreude voraussetzt. Für unser Institut war Martin Weyer ein großes Geschenk. Wir sind ihm zu außerordentlichem Dank verpflichtet und werden die Erinnerung an ihn stets wachhalten. 

Sabine Henze-Döhring

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14.11.2016

Christiane Bernsdorff-Engelbrecht +

Christiane Bernsdorff-Engelbrecht, * 6.1.1923 auf Gut Erwinen (Ostpreußen) + 14.11.2016 in Bad Soden, Ts., studierte in Straßburg, Königsberg, Prag und Marburg Musikwissenschaft, Geschichte, Kunstgeschichte und Germanistik, promovierte 1956 zum Dr. phil. bei Hans Engels mit der Arbeit „Die Kasseler Hofkapelle im 17. Jahrhundert und ihre anonymen Musikhandschriften aus der Kasseler Landesbibliothek“ publiziert 1958). Sie war dann Redakteurin bei den Verlagen B. Schott’s Söhne (Mainz) und Merseburger (Berlin). 1960/62 Musikkritikerin beim „Tagesspiegel“ in Berlin, 1963/65 Feuilletonredakteurin bei der „Recklinghäuser Zeitung“, von 1971 bis 1985 <>  Dozentin für Musikgeschichte an der Westfälischen Landeskirchenmusikschule in Herford und freiberuflich tätig. Wichtige weitere Buchpublikationen: Reclams Klaviermusikführer (mit W. Oehlmann), erstmals 1969; Geschichte der evangelischen Kirchenmusik. 2 Bände. Wilhelmshaven 1980. Seit 1964 war sie mit dem Allgemeinmediziner Dr. Hans Bernsdorff (1918–2005) in Exter verheiratet.

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10.10.2015

Uwe Henkhaus ist Vizepräsident des Landesmusikrates Hessen

Der Landesmusikrat Hessen e. V. ist der Dachverband sämtlicher Verbände, Institutionen und Organisationen, die das Musikleben in Hessen im professionellen, pädagogischen wie auch im Laienbereich gestalten. Über 1.000.000 Menschen in Hessen, sei es als aktive Musiker, Sänger, Musikliebhaber, Musiklehrer und Musikschüler, musizieren in Orchestern, Chören, Hochschulen, Instituten und Akademien, Musikschulen, Schulensembles. Der Landesmusikrat fördert die Aktivitäten und Zielsetzungen seiner Mitglieder und koordiniert und integriert diese zu gemeinsamem Handeln und vertritt sie zudem in der Öffentlichkeit, gegenüber der hessischen Landesregierung und den politischen Körperschaften in Kreis und Gemeinden.

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Deutschlandfunk / Lebenszeit / Beitrag vom 02.01.2015:

Hörgenuss (nur) für Liebhaber

Welche Zukunft hat die klassische Musik?

Prof. Dr. Sabine Henze-Döhring war Gesprächsteilnehmerin.

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Zuletzt aktualisiert: 31.05.2017 · Uwe Henkhaus

 
 
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