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Laufende Forschungsprojekte:

1. Funktionelle Folgen eines eingeschränkten primären Antikörper-Repertoires

Projektleiter

Prof. Dr. Michael Zemlin

wissenschaftliche Mitarbeiter

Dr. Sebastian Kerzel
Dr. Tobias Rogosch

Kooperationspartner

Innerhalb der Philipps-Universität Marburg:
Holger Garn, Harald Renz (Klinische Chemie / Molekulare Diagnostik, Marburg)
Robert Bals, Heinz Fehrenbach (Innere Medizin - Pneumologie, Marburg)

Extern:
Harry W. Schroeder Jr (Birmingham, Alabama, USA)
Gernot Achatz (Salzburg, Österreich)
Hilmar Lemke (Kiel, Deutschland)

Kurzbeschreibung

Die Antikörper-Vielfalt ist in vivo wesentlich kleiner als sie theoretisch sein könnte. Die Mechanismen, die das Antikörper-Repertoire während B-Zell-Entwicklung und Ontogenese einschränken, sind weitgehend unbekannt. An gemeinsam mit Prof. H. W. Schroeder Jr (Birmingham, Alabama, USA) und Prof. K. Rajewsky (Boston, USA) hergestellten Maus-Linien, die aufgrund von veränderten Immunglobulin-Genen ein eingeschränktes primäres Antikörper-Repertoire haben, untersuchen wir die Selektionsmechanismen während der B-Zellentwicklung und die Folgen eines veränderten Repertoires für Immunabwehr, allergischer Sensibilisierung, Asthma-Erkrankung und Autoantikörper-Bildung. Wir erwarten Hinweise auf Mechanismen, die die Produktion von nutzlosen oder schädlichen Antikörpern verhindern und auf Regeln der Antigen-Antikörper-Interaktion.


2. Entwicklung des Antikörper-Repertoires während Reifung des menschlichen Immunsystems

Projektleiter

Prof. Dr. Michael Zemlin

wissenschaftliche Mitarbeiter

Dr. Sebastian Kerzel
Dr. Tobias Rogosch

Kooperationspartner

Extern:
Claudia Berek (Berlin, Deutschland)
Michael Hummel (Berlin, Deutschland)

Kurzbeschreibung

Ein vielfältiges Antikörper-Repertoire ist Voraussetzung für eine effiziente Immunabwehr. Wir untersuchen die Entwicklung des primären (IgM) und sekundären (IgG, IgA, IgE) Antikörper-Repertoires bei Feten, Frühgeborenen und Reifgeborenen sowie bei Erwachsenen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Antikörper-Vielfalt beim Frühgeborenen deutlich eingeschränkt ist und sich im postnatalen Verlauf schrittweise vergrößert. Auch extrem Frühgeborene bilden bereits ein sekundäres Antikörper-Repertoire (IgG, IgA), jedoch unterliegt das sekundäre Antikörper-Repertoire den gleichen Einschränkungen wie das primäre Antikörper-Repertoire. Dies könnte zur klinisch beschriebenen "Immunodeficiency of immaturity" (Immundefizienz der Unreife) beitragen.


3. Die humorale Gedächtnis-Immunantwort im allergischen Asthma bronchiale

Projektleiter

Prof. Dr. Michael Zemlin

wissenschaftliche Mitarbeiter

Dr. Melanie Abram
Jessica Gabler (Studentin der Humanbiologie)

Kooperationspartner

Innerhalb der Philipps-Universität Marburg:
Bernd Müller (Innere Medizin - Pneumologie, Marburg)
Harald Renz (Klinische Chemie / Molekulare Diagnostik, Marburg)

Extern:
Andreas Radbruch (DRFZ, Berlin)
Verena Fokuhl (Charite, Berlin-Buch)

Kurzbeschreibung

Trotz einer geringen Halbwertszeit von IgE im Serum kann in allergischen Patienten ein konstanter Allergen-spezifischer IgE-Spiegel über Jahre nachgewiesen werden. Die Langzeitproduktion eines Antikörperspiegels kann dabei entweder durch eine permanente Aktivierung von Allergen-spezifischen B-Gedächtniszellen oder durch die Bildung langlebiger Allergen-spezifischer Plasmazellen vermittelt werden. Wir untersuchen den Einfluss langlebiger Allergen-spezifischer Plasmazellen auf die Produktion von Allergen-spezifischen IgE-Antikörpern und deren Bedeutung für die Pathogenese allergischer Erkrankungen. Im Mausmodell des allergischen Asthma bronchiale konnten wir nachweisen, dass langlebige IgE-sezernierende Plasmazellen in Milz und Knochenmark die Allergie aufrecht halten. Interessanter Weise fanden wir auch Plasmazellen im allergisch entzündeten Lungengewebe. Wir konnten zeigen, dass das Überleben dieser Plasmazellen in der Lunge durch lokal sezerniertes Neurotrophin NGF (Nerve Growth Factor) vermittelt wird.
Derzeit untersuchen wir mit zytologischen, zellbiologischen und molekularbiologischen Methoden neue Faktoren, die zu Entstehung, Wanderung und Überleben von IgE-produzierenden Plasmazellen beitragen.


Bisherige Drittmittelförderung

Deutsche Forschungsgemeinschaft: SFB/Transregio 22 Teilprojekt A17, Alexander von Humboldt-Stiftung FLF1071857, Kempkes-Stiftung, Förderung nach §2, Röhnkliniken AG.

Zuletzt aktualisiert: 12.04.2013 · Rogosch Tobias, Medizin

 
 
 
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