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Canadian Studies Day 2016

"Teaching Canada and Canadian Ecologies – Enseigner le Canada et les écologies canadiennes"


Der diesjährige Canadian Studies Day – Journée d’études canadiennes des Marburger Zentrums für Kanada-Studien am 14.06.2016 widmete sich dem Thema „Teaching Canada and Canadian Ecologies – Enseigner le Canada et les écologies canadiennes“ und verband damit die Aktualität des Themas mit der Notwendigkeit es in Schulen zu vermitteln.

Um  10 Uhr eröffneten Prof. Dr. Martin Kuester, der Direktor des Marburger Zentrums für Kanada-Studien, und Prof. Dr. Carmen Birkle, die Prodekanin des Fachbereichs Fremdsprachliche Philologien der Philipps-Universität Marburg, die Tagung und begrüßten die Vortragenden sowie die zahlreichen Konferenzteilnehmerinnen und –teilnehmer. In ihrer Eröffnungsrede unterstrich Prof. Dr. Carmen Birkle die Relevanz des Themas Ecology und die Leistung des Marburger Zentrums für Kanada-Studien: “By investigating Canadian culture with a focus on

“Teaching Canada - Enseigner le Canada - Kanada im Unterricht” and including ecological themes that have become as pressing as the recognition of diversity, Martin Kuester is at the forefront of how academia can engage in social, environmental, and cultural issues and make a difference.”

Canadian Ecologies" ist nicht nur das Thema der gleichnamigen Ringvorlesung, sondern wird auch durch die Tagung und das zentrumseigene Schulprojekt „Teaching Canadian Ecologies - Enseigner les écologies canadiennes“ in den englischen und französischen Fremdsprachenunterricht an hessische Schulen gebracht.

 In diesem Jahr ist vor allem die enge Zusammenarbeit des Marburger Zentrums für Kanada-Studien mit Schulen, LehrerInnen und SchülerInnen hervorzuheben. So war Diskussion der Kanada AGdie Theateraufführung mit anschließend geführter Diskussion der SchülerInnen der Kanada-AG der Beruflichen Schulen Gelnhausen (Panel 1a) ein Höhepunkt der Tagung. Mit Unterstützung ihrer Lehrerinnen Elisabeth Battenberg und Irmgard Herget führten sie den Einakter „Job's Wife or the Delivery of Grace” von Yvette Nolan vor.Performance
Das Stück handelte von einer jungen Frau, die ungeplant schwanger war und sich nun mit der Zukunft und dem Leben auseinandersetzen musste. Im Dialog mit Gott, der so gar nicht ihren traditionellen, katholischen Vorstellungen entsprach, stellte sich heraus, mit welchen Wiederständen sie folglich in der Gesellschaft zu rechnen hatte, denn ihr Partner gehörte zu den Ureinwohnern, zu den First Nations Kanadas – ebenso wie die Autorin des Einakters. Die Schüler boten den Konferenzteilnehmenden eine perfekte Aufführung, und ganz besonders überzeugend war die selbstbewusste Darstellung der beiden Hauptcharaktere (siehe Foto rechts, das die junge Grace im Gespräch mit Gott zeigt). Die anschließende lebhafte Diskussion, die von den SchülerInnen geleitet wurde, zeigte wie engagiert in der Schule gearbeitet wird und sie erlaubte den Konferenzteilnehmenden spannende und interessante Einblicke in den Schulalltag. Auch in den weiteren Workshops beteiligten sich die SchülerInnen enorm aktiv und bereicherten so die universitäre Perspektive. Es verdeutlicht auch wie viel Enthusiasmus das Thema Kanada sowohl bei den SchülerInnen als auch LehrerInnen hervorruft.


 Im zweiten Teil des franko-kanadischen Workshops stellte zunächst Lars Bernshausen sein innovatives Unterrichtskonzept zur „Histoire de Québec“ vor, woran Katharina Schmidtund Katrin Stefanie Klemann mit ihren kreativen Ideen zum unterrichtlichen Einsatz der quebekischen Komödie „La grande séduction“ anschlossen.  

Der Workshop von Prof. Dr. Martin Kuester und Alessandra Boller über „Ecology in Contemporary Canadian Literature” (Panel 2) schloss an die aktuelle Thematik an und diskutierte in diesem Zuge Werke von Margaret Atwood und Thomas King und ihren Einsatz im Englischunterricht. Obwohl sich die Erzählungen von Atwood und King stark unterscheiden – nicht zuletzt im Genre – so kann man aus ihnen doch zahlreiche Rückschlüsse ziehen und wichtige Erkenntnisse auch über das Thema Ökologie gewinnen. Im zweiten Teil des Workshops wurde noch ausgeführt, wie man die Werke unter welchen Themen in den einzelnen Lehrplänen einbauen kann, um dann anschließend auch Auszüge aus den Werken gemeinsam mit den SchülerInnen, LehrerInnen und Studierenden lebhaft zu diskutieren.

EcostudentsPanel 3 gehörte den Studierenden, denen hier die Möglichkeit gegeben wurde, ihre Projektarbeiten des aus QSL-Mittel geförderten Projekts "Vermittlung kanadisch, ökologischer Themen im Fremdsprachenunterricht" („Teaching Canadian Ecologies - Enseigner les écologies canadiennes“) vorzustellen. Unter der Betreuung von Natascha Vonderschmitt arbeiten 10 Studierende des fortgeschrittenen Lehramtsstudiums seit Beginn des Sommersemesters 2016 an der Erstellung von Unterrichtskonzepten für den französischen und englischen Fremdsprachenunterricht, welche Themen unserer aktuellen Ringvorlesung Canadian Ecologies – Écologies Canadiennes – Kanadische Ökologien beinhalten. Die Projektstudierenden arbeiten hierbei eng mit LehrerInnen aus fünf verschiedenen Schulen in und außerhalb Marburgs zusammen, an welchen sie ihre Unterrichtsideen in die Praxis umsetzen können. In vier Vorträgen wurden bereits erprobte Unterrichtseinheiten vorgestellt: Ein E-Mail-Projekt zwischen Studierenden und Schülern einer elften Klasse des Grimmelshausen-Gymnasiums-Gelnhausen wurde zum Beispiel ebenso vorgestellt, wie spannende Unterrichtseinheiten mit zahlreichen Materialien zur Öl- und Gasförderung in Kanada.

Im Rahmen der fortlaufenden Ringvorlesung hielt unser österreichischer Gastredner Dr. René Schallegger von der Alpen-Adria Universität in Klagenfurt den abschließenden Vortrag des diesjährigen Canadian Studies Day über die Besonderheiten des kanadischen Videospiels „Virtual Voices in the Wilderness“ (Panel 4). In einer sehr anschaulichen Einführung wurden dem Zuschauer einige unterschiedliche Videospiele präsentiert, von denen der User meistens gar nicht weiß, dass sie kanadischen Ursprungs sind. Doch die Produktion der Spiele ist inzwischen ein wichtiger Industriezweig Kanadas, wobei auffällig ist, dass nur 16% der Beschäftigten weiblich sind. Dabei ist der Genderaspekt in kanadischen Videospielen hervorstechend, denn erstmals gibt es auch homosexuelle Helden und Heldinnen. Gespielt werden die Videogames hauptsächlich von den unter 34-Jährigen, weshalb es sicherlich spannend ist, sie mit in den Schulunterricht einzubeziehen. Schallegger

Die Tagung schloss mit großem Beifall und einem gemütlichen Sektempfang, bei dem alle TagungsteilnehmerInnen die Gelegenheit hatten, die Ereignisse Revue passieren zu lassen und den ein oder anderen Kontakt zu knüpfen. Prof. Dr. Martin Kuester dankte allen Vortragenden, Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement für die Kanada-Studien und den lebhaften Austausch über „Canadian Ecologies“ und die Behandlung des Themas im Fremdsprachenunterricht. Besonderer Dank gilt den Sponsoren und Fördereinrichtungen, die die Tagung finanziell unterstützt haben: dem Ursula-Kuhlmann-Fonds, dem Marshall McLuhan Salon und der Botschaft von Kanada.

Schnittchen

Die Namen der Referentinnen und Referenten, die Vortragsthemen und das ausführliche Programm finden Sie in unserer Programmübersicht sowie in unserer ausführlichen Tagungsbroschüre.

Zuletzt aktualisiert: 05.09.2016 · Anett Vömel

 
 
 
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