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Die Ausgangslage des Projekts OptimiSt

Viele Studienwillige haben nur unzureichende Informationen

Vielen Studierwilligen sind die grundlegenden Fragestellungen, Denkweisen, Methodiken und beruflichen Perspektiven des von ihnen anvisierten Studienfachs nicht hinreichend bekannt. Sie haben nur unzureichende Informationen über die individuell „passenden“ Möglichkeiten, Alternativen sowie die konkreten Merkmale und Anforderungen der Studiengänge (vgl. HIS Forum Hochschule 3/2006).


Zusätzliche Komplexität entsteht durch die Umstellung des Studiensystems auf Bachelor - Master

Diese Situation wird durch die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge, die auch an der Philipps-Universität Marburg erfolgte, und die damit verbundene Multioptionalität weiter verstärkt. Denn die mit der Umstellung der Studienabschlüsse intendierte Profilbildung hat in fast allen Fällen hochschulindividuelle Lösungen und damit eine Vielzahl neuer Studiengänge hervorgebracht. So sind Studieninteressierte heute gezwungen, aus einer Vielfalt von über 10.000 Studiengängen den individuell passenden Studiengang zu wählen.


Die Beurteilung der Studiengänge ist schwierig

Da über diese Vielzahl an neuen Studiengängen naturgemäß bisher weder an den Hochschulen selbst noch an Schulen oder in Elternhäusern Erfahrungen existieren, können studierwillige junge Erwachsene kaum beurteilen, ob sie für einen Studiengang geeignet sind und wie ihre persönlichen Beweggründe einzuordnen sind. Allgemeiner ausgedrückt ist es sehr schwer für die Studieninteressierten einzuschätzen, ob sie sich mit dem gewählten Studiengang auf dem richtigen Weg befinden.


Transparente Studieninformationen, für eine gute Passung zwischen Studierenden und Studiengang

Vor diesem Hintergrund wird die vielfach erörterte Bedeutung  von Studieninformationen für den Prozess der Studienwahl deutlich (Hinneberg in HSW 4/2006; Hornke & Zimmerhofer, Psychol. Rundschau 2/2005; Wissenschaftsrat, 2004). Denn effiziente Studiengangsinformationen und damit verbunden transparente Bewerbungs- und Zulassungsverfahren sind Grundvoraussetzungen für die Optimierung der „Passfähigkeit“ zwischen Studierenden und Angeboten der Universität sowie für die Qualitäts- und Erfolgsnachweise der Hochschule. Sie sind damit zugleich unerlässliche Merkmale eines erfolgsversprechenden Bildungsmarketings im Wettbewerb der Hochschulen.

Zuletzt aktualisiert: 26.07.2012 · kaethera

 
 
 
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