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Lehre

Professor Willems bietet zunächst Lehrveranstaltungen zum Bürgerlichen Recht an. Insbesondere werden die Vorlesungen zum Allgemeinen Teil des Bürgerlichen Gesetzbuchs und zum Allgemeinen Teil des Schuldrechts regelmäßig angeboten. Übungen im Bürgerlichen Recht sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene dienen der Vertiefung des in den Vorlesungen Erlernten und der Anwendung in der Falllösungspraxis. Im Rahmen des Marburger Examenscoachings beteiligt sich Professor Willems am universitären Repetitorium (Allgemeiner Teil des BGB, Allgemeiner Teil des Schuldrechts, Gesetzliche Schuldverhältnisse) sowie an Klausurenkurs, Probeexamen und Klausurenklinik.

Der "Grundkurs Rechtsgeschichte" gibt in jedem Wintersemester eine allgemeine Einführung in die historischen Grundlagen des Rechts in Europa. Dabei werden ausgehend vom römischen Recht die weiteren Entwicklungen präsentiert: die Rezeption des römischen Rechts in Tradition der Universität von Bologna, das kanonische Recht als zweite Säule des ius commune, die "deutsche" Rechtstradition am Beispiel des Sachsenspiegels und natur- und vernunftrechtliche Ideen und Kodifikationen. Die Genese des BGB und ihre Vorgeschichte vom berühmten "Kodifikationsstreit" zwischen Savigny und Thibaut über die Pandektistik werden ebenfalls nachgezeichnet; beim Entstehungsprozess des BGB wird ebenfalls auf die Postulate der Frauenrechtlerinnen und die Situation der ersten Juristinnen eingegangen. Abschließend wendet sich der Grundkurs Rechtsgeschichte den Rechtsentwicklungen im Nationalsozialismus zu. Bei erfolgreichem Bestehen der schriftlichen Abschlussprüfung kann ein Grundlagenschein erworben werden.

Jeweils im Sommersemester werden das "Römische Recht und seinen Spuren im BGB" in einer Vertiefungsvorlesung beleuchtet, die zum Schwerpunktbereich "Recht der Privatperson" zählt. Behandelt werden - jeweils ausgehend von den relevanten Rechtsquellen und sonstigen Zeugnissen - Grundzüge der römischen Rechtsgeschichte sowie Aspekte des römischen Zivilprozess-, Sachen-, Vertrags-, Familien- und Erbrechts. Parallelen und Abweichungen zum modernen Recht werden dabei besonders betont. Bei Interesse der Teilnehmer kann die Vorlesung mit einer Exkursion verbunden werden; so wurde etwa 2017 und 2019 die Ausstellung über die Römerzeit im Archäologischen Museum Frankfurt besucht.

In Seminaren werden Einzelthemen im Detail betrachtet; im Sommersemester 2018 fand etwa in Kooperation mit Frau Prof. Dr. Marion Schmaus (Fachbereich 09 - Germanistik) ein gemeinsames interdisziplinäres Seminar zum Thema "Märchen und Recht. Die Brüder Grimm und Friedrich Carl von Savigny" statt, im Wintersemester 2018/2019 beschäftigte sich ein Seminar mit dem Thema "Zwischen verba und voluntas. Testamentsauslegung im römischen Recht" und im Sommersemester 2019 widmete sich in Kooperation mit Frau Prof. Dr. Inken Schmidt-Voges (Fachbereich 06 - Geschichte) eine gemeinsame rechtshistorisch-geschichtswissenschaftliche Übung anhand zum Teil bisher unveröffentlichten Archivmaterials aus dem Staatsarchiv Marburg dem Thema "Hexenprozesse in Marburg". Das Seminar im Wintersemester 2019/2020 nahm das Thema "Recht und Religion in der römischen Antike" in den Blick. Im Sommersemester 2020 wurde ein rechtshistorisches Seminar zum Oberthema "Sitten- und Verbotswidrigkeit letztwilliger Verfügungen in der europäischen Rechtsgeschichte" angeboten. Im Wintersemester 2020/2021 soll gemeinsam mit Frau Prof. Dr. Beate Böhlendorf-Arslan (Fachbereich 05 - Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte) ein gemeinsames interdisziplinzäres Seminar stattfinden zum Thema "Justinian – Byzantinische Archäologie trifft römisches Recht".

Eine Übersicht der Veranstaltungen von Prof. Dr. Willems mit weiteren Informationen finden Sie über MARVIN.

Materialien zu den Veranstaltungen sind über die Lernplattform ILIAS abrufbar.