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Forschungsaktivitäten der Professur

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Foto: Constantin Willems

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen ForschungsschwerpunkteForschungsschwerpunkte

    Professor Willems forscht zunächst zum römischen Recht. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf dem Recht der Spätantike, insbesondere der Rechtssetzung durch Kaiser Justinian I. Das gängige romanistische Methodenspektrum wird dabei – wo opportun – auch um einen rechtsökonomischen Ansatz erweitert und vor allem auf das Instrumentarium der (Neuen) Institutionenökonomik zurückgegriffen. Im Verbund mit anderen altertumswissenschaftlichen Disziplinen wirkt Professor Willems im Rahmen des Marburger Centrum Antike Welt (MCAW) mit. Die Professur bildet ferner den Kern des am Fachbereich Rechtswissenschaften angesiedelten Instituts für Rechtsgeschichte und Papyrusforschung und betreut die Papyrussammlung der Philipps-Universität.

    Auf dem Gebiet der europäischen Privatrechtsgeschichte werden insbesondere die Verbindungen zwischen dem kontinentaleuropäischen ius commune und dem englischen Common Law in den Fokus genommen. Weitere Projekte behandeln etwa die historischen Entwicklungen auf dem Gebiet des Dienstleistungsvertragsrechts und der Sitten- und Verbotswidrigkeit letztwilliger Verfügungen, jeweils ausgehend vom römischen Recht im gesamteuropäischen Vergleich. Ein weiterer, lokaler Forschungsschwerpunkt liegt auf verschiedenen Kapiteln der langen Marburger Fakultätsgeschichte, etwa der Rolle der Marburger Juristenfakultät als Spruchkollegium bei Hexereiprozessen oder den Ursprüngen der Historischen Rechtsschule um Friedrich Carl von Savigny und seinen Marburger Schüler Jacob Grimm.

    Im Bereich des Bürgerlichen Rechts werden aktuelle und grundlegende Fragestellungen vor allem aus dem allgemeinen Vertragsrecht und dem Kauf-, Miet- und Dienstleistungsvertragsrecht in den Blick genommen; dabei wird auch auf die historisch-rechtsvergleichende Perspektive zurückgegriffen.

    Das deutsche und europäische Kartell- und Wettbewerbsrecht stellt einen weiteren Interessen- und Forschungsschwerpunkt dar; insbesondere werden Aspekte aus dem Recht der Fusionskontrolle sowie prozessuale Fragen untersucht.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen ForschungsergebnisseForschungsergebnisse

    Einen Überblick über die bisherigen Forschungsergebnisse vermittelt das Verzeichnis der Schriften und Vorträge.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen PromotionenPromotionen

    Promotionen werden auf allen Forschungsfeldern der Professur betreut, besonders leidenschaftlich zu rechtshistorischen Themenstellungen.

    Abgeschlossene Promotionen:
    - Jonas Gottschalk, Leistungsbezogene Bestimmungsrechte im BGB, Diss. Marburg 2020, Tectum-Verlag 2020, ISBN 978-3-8288-4508-4.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Veranstaltungen und ProjekteVeranstaltungen und Projekte

    "Hexenprozesse in Marburg" - interdisziplinäre Übung im Sommersemester 2019; gemeinsam mit Prof. Dr. Inken Schmidt-Voges, Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften, Seminar für Neuere Geschichte.

    "Der Landgraf vor Gericht" - strafrechtlich-rechtshistorischer Moot Court anlässlich des Sommerfests der Philipps-Universität Marburg am 25. Mai 2019; gemeinsam mit Prof. Dr. Stefanie Bock, Fachbereich Rechtswissenschaften, Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Rechtsvergleichung.

    "Rechtskulturelle Differenzen in Europa" - öffentliche Antrittsvorlesung am Fachbereich Rechtswissenschaften der Philipps-Universität Marburg am 22. Juni 2018; gemeinsam mit Prof. Dr. Stefanie Bock, Prof. Dr. Jens Puschke und Prof. Dr. Sven Simon.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Rechtshistorische Gastvorträge in MarburgRechtshistorische Gastvorträge in Marburg

    Assoc. Prof. Dr. Merike Ristikivi, Universität Tartu (Estland): Women and the Legal Profession in Estonia in the interwar period
, 11. Juni 2018.