23.10.2026 Institutskolloquium: Apokalypse, Kollaps, Untergang
Beiträge von Prof. Dr. Frank Adloff (Hamburg), Dr. Viola Dombrowski (Graz/PRIF Frankfurt), Vicky Kluzik M.A. (Frankfurt)
Die Soziologie beschäftigt sich seit jeher mit gesellschaftlichen Transitionen – von Max Webers Diagnose fortschreitender Rationalisierung bis hin zu Hartmut Rosas Analysen gesellschaftlicher Beschleunigung. Der meist unreflektierte geschichtsphilosophische Gehalt solcher soziologischen Groß- und Prozessbegriffe lässt Zukunft dabei als gestaltbar, oft auch als der Vergangenheit überlegen erscheinen. Diese mehr oder weniger explizite Fortschrittsgewissheit wird jedoch immer problematischer: Vor dem Hintergrund multipler Bedrohungen wie der Klimakatastrophe, dem global beobachtbaren Rückbau demokratischer Institutionen oder kriegerischer Auseinandersetzungen erscheint die Zukunft zunehmend als dunkler Horizont, der das Hier- und- Jetzt existentiell gefährdet. Vor diesem Hintergrund lädt das Institut für Soziologie im Wintersemester 2026/27 dazu ein, zusammen mit drei Vortragsgästen die Endspiele der Gegenwart zu betrachten und die apokalyptische Selbstbeobachtung der Gesellschaft zu diskutieren.
Das Programm können Sie hier herunterladen: Programm Institutskolloquium "Apokalypse, Kollaps, Untergang - Imaginationen und Figurationen gesellschaftlichen Zusammenbruchs"
Kontakt
Dr. Lukas Potsch, Dr. Leon Wolff, Dr. Nico Wettman
Mail: soziologie@uni-marburg.de
Ketzerbach 11
35032 Marburg