Hauptinhalt

Antikensammlung des Archäologischen Seminars

Antikensammlung
Foto: Martina Klein

Die Marburger Antikensammlung besteht aus mehr als 2700 Originalen, die einen umfangreichen Einblick in die Kleinkunst verschiedener Epochen der Antike geben.

Es handelt sich dabei um Keramik, Glas, Statuetten aus Ton und Bronze, Münzen, Gemmen und einige Skulpturen. Diese Objekte bilden die Grundlage zur regelmäßigen Durchführung von Lehrveranstaltungen, wie zum Beispiel Bestimmungsübungen und Zeichenkursen, sowie zur Vorbereitung von Ausstellungen. Zudem stellt die Sammlung auch immer wieder den Ausgangspunkt für neue Forschungen dar.

Seit Februar 2013 bringt die Antikensammlung in der Biegenstrasse 9, 2. Stock unter dem Titel „OriginalAnsicht“ gewisse Kernbereiche des Lebens in der griechischen und römischen Antike einem breiten Publikum nahe. Mit einem besucherfreundlichen Konzept bietet sich die einmalige Gelegenheit, museale Präsentation und forschungs- bzw. lehrbedingte Aufstellung von antiken Objekten kombiniert zu betrachten. Der Eintritt ist frei.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Geschichte der AntikensammlungGeschichte der Antikensammlung

    Der Ursprung der Marburger Antikensammlung geht auf die beiden ersten Professoren für Klassische Archäologie an der Philipps-Universität zurück, Ludwig v. Sybel (1877-1912) und Paul Jacobsthal (1912-1935).

    Ludwig v. Sybel hat 1878 mit dem Aufbau der Antikensammlung begonnen.
    Paul Jacobsthal, seit 1912 Nachfolger v. Sybels, baute die Antikensammlung bis 1935 fast zur heutigen Größe aus, danach kamen lediglich Schenkungen dazu.
    Im Jahr 1927, als der erste Lehrstuhl für Vor-und Frühgeschichte in Deutschland an der Philipps-Universität Marburg auf das Betreiben Jacobsthals eingerichtet wurde, wurde die Antikensammlung zwischen den beiden Seminaren aufgeteilt. Im Ernst-von-Hülsen-Haus, das in demselben Jahr zur 400-Jahr-Feier der Universität für die Monumentenfächer und ihre Sammlungen gebaut wurde, fand die Antikensammlung keine geeigneten Räumlichkeiten für eine öffentliche Präsentation.

    Die Raumverschiebungen innerhalb des Hülsen-Hauses führten schließlich dazu, die Antikensammlung unter dem Dach zu lagern, wo sie nur für die Studierende und die Universitätsmitarbeiter zugänglich war.
    Im Oktober 2013 ist die Antikensammlung wegen Sanierungsarbeiten im Hülsen-Haus, in den 2. Stock der Biegenstrasse 9 umgezogen. Dort wurde sie neu aufgestellt und am 7. Februar 2013 unter dem Titel „OriginalAnsicht“ offiziell eröffnet.