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  • Foto: Rolf K. Wegst

Forschung

Forschungs- und Lehrschwerpunkt des Instituts für ‚Deutsche Philologie des Mittelalters‘ ist die gesamte deutsche Literatur in Mittelalter und Früher Neuzeit (ca. 750-1600), wobei die deutschsprachige Literatur nicht isoliert, sondern im Kontext der transkulturellen Entwicklungen in Europa betrachtet wird. Zentrale Fragen sind dabei die Materialität der Überlieferung (Handschriften-/Buchkultur), mündliche Kommunikation und Schrift, die Genese der Schriftlichkeit in der Laienkultur, Latein und Volkssprache, Orient und Okzident (Kreuzzüge, arabische Einflüsse usw.), Kulturtransfer aus Frankreich/England (z.B. Artustradition, Minnesang, höfischer Roman) und Italien (Humanismus und Renaissance), Kulturelle Vernetzung (z.B. deutsche Text-/Buchkultur in Baltikum, Polen, Russland), Frühhumanismus und Pragmatische Literatur (Recht, Chronistik).Forschungs- und Lehrschwerpunkt des Instituts für ‚Deutsche Philologie des Mittelalters‘ ist die gesamte deutsche Literatur in Mittelalter und Früher Neuzeit (ca. 750-1600), wobei die deutschsprachige Literatur nicht isoliert, sondern im Kontext der transkulturellen Entwicklungen in Europa betrachtet wird. Zentrale Fragen sind dabei die Materialität der Überlieferung (Handschriften-/Buchkultur), mündliche Kommunikation und Schrift, die Genese der Schriftlichkeit in der Laienkultur, Latein und Volkssprache, Orient und Okzident (Kreuzzüge, arabische Einflüsse usw.), Kulturtransfer aus Frankreich/England (z.B. Artustradition, Minnesang, höfischer Roman) und Italien (Humanismus und Renaissance), Kulturelle Vernetzung (z.B. deutsche Text-/Buchkultur in Baltikum, Polen, Russland), Frühhumanismus und Pragmatische Literatur (Recht, Chronistik).

Internationalen Rang hat die Marburger Altgermanistik durch die rege Editionstätigkeit (u.a. Nibelungenlied und Nibelungenklage, Werke Wolframs von Eschenbach, Kaiserchronik) sowie die seit Jahrzehnten betriebene Grundlagenforschung zur Überlieferung- bzw. Überlieferungsgeschichte erlangt. Der Handschriftencensus (seit 2017 Akademieprojekt) und die vielfach von der DFG geförderten Marburger Repertorien sind mittlerweile von der gesamten Forschungscommunity intensiv genutzte Online-Datenbanken. Parallel zu diesen Forschungsinitiativen hat sich Marburg als weltweit anerkanntes Kompetenzzentrum und Clearingstelle zur deutschen Handschriftenüberlieferung des Mittelalters etabliert.

Ein Marburger Markenzeichen ist es, dass diese Forschungsanstrengungen immer auch in die Lehre einfließen. In Seminaren und Exkursionen besteht vielfach die Möglichkeit, unmittelbar an der Forschung teilzuhaben bzw. sogar selbst zu forschen und die Erträge z.B. in Form von Mikropublikationen im Handschriftencensus oder in der durch die Marburger Altgermanistik betreuten Mittelalterrubrik des Online-Rezensionsorgans literaturkritik.de zu publizieren.

Große Forschungsprojekte des Instituts sind:

darin: Teilbereich: Ch. Bertelsmeier-Kierst: Soziale Netzwerke .Zur Entstehung und frühen Verbreitung von Thürings ‚Melusine (Abschluss 2017)

  • Edition der Kaiserchronik eines Regensburger Geistlichen (Internationales Gemeinschaftsprojekt mit Cambridge; Co-Ltg.: Jürgen Wolf)

Auf einen Blick