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DigLL-Förderprojekt: MApentiure – Der digitale Wegweiser zur mittelalterlichen Literatur in Hessen

Foto: Nathanael Busch
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Das Thema Digitalisierung der Lehre bewegt den akademischen Lehrbetrieb derzeit wie nie zuvor. Bereits Anfang 2019 haben sich die hessischen Hochschulen zum Verbund „Digital gestütztes Lehren und Lernen in Hessen“, kurz DigLL, zusammengeschlossen und verfolgen seitdem das gemeinsame Ziel, standortübergreifend innovative Konzepte zur digital gestützten Lehre zu erarbeiten. Die Mediävistik beteiligt sich daran mit der Lernapp „MApentiure – Der digitale Wegweiser zur mittelalterlichen Literatur in Hessen“.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Was ist MApentiure?Was ist MApentiure?

    Die Lernapp MApentiure versteht sich als ein Pilotprojekt mobiler Lehre für philologische und geisteswissenschaftliche Fächer. Sie verknüpft digitale Informationen in Form von studienrelevanten Texten und Themen mit realen Orten innerhalb des Bundeslands Hessen. Mit der Lernapp MApentiure werden Studierende auf Spurensuche nach mittelalterlicher Literatur in Hessen geschickt und besuchen dafür sogenannte Lernorte – zum Beispiel das Marburger Schloss, den Siegfriedbrunnen im Odenwald oder den Limburger Dom. Vor Ort rufen sie mobil über Smartphone oder Tablet die zum Lernort digital bereitgestellten Inhalte auf. Der rätselhafte Name ist Programm: Infos zu MittelAlterliche Literatur (Abk.: MA) werden mit realen Sehenswürdigkeiten oder historisch relevanten Orten in Hessen auf einer digitalen Karte (engl. map) verknüpft und schicken die Studierenden auf eine lehrreiche Abenteuerreise (mhd. aventiure) durch die Landes- und Literaturgeschichte Hessens!

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Wie funktioniert MApentiure?Wie funktioniert MApentiure?

    Hinter MApentiure steht die E-Learning-Plattform ILIAS. Über das Plugin ILIAS-Lernorte, über welches die Philipps-Universität Marburg neuerdings verfügt, werden die Lehrmaterialien digital zur Verfügung gestellt und der reale Lernort über GPS-Koordinaten zugewiesen. Zunächst werden die Inhalte über den Web-Browser auf ILIAS eingesehen werden können, perspektivisch soll MApentiure im kommenden Jahr dann auch auf mobilen Endgeräten in der ILIAS-Pegasus-App genutzt werden und die Lernorte über GPS-Ortung aufgerufen werden können. Die Inhalte werden in der App dann freigeschaltet, sobald man sich innerhalb eines Radius von ca. 200 Metern zum definierten Lernort befindet.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Welche Lehrmaterialien beinhaltet MApentiure?Welche Lehrmaterialien beinhaltet MApentiure?

    Pro Lernort wird zur Verfügung gestellt: 1. Ein informativer Text, der den Ort mit einem literarischen Werk des Mittelalters verbindet, 2. ein kurzer Lexikoneintrag zu einem mediävistisch relevanten Sachthema, 3. ausgewählte Ausschnitte aus dem genannten Werk und 4. Aufgaben und Fragen, die es vor Ort zu beantworten gilt und die Lerneinheit spielerisch verbinden. Zusätzlich gibt es einen kleinen Tipp für Freizeit- und Kulturangebote sowie kulinarische Highlights, die der jeweilige Lernort zu bieten hat!

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Wer erstellt die Materialien für MApentiure?Wer erstellt die Materialien für MApentiure?

    Die Inhalte werden von Mediävisten und Mediävistinnen sämtlicher Universitäten in Hessen erstellt. Hier arbeitet die ganze Bandbreite des akademischen Personals zusammen. So profitiert das Projekt nicht nur von stilistischer Textvielfalt und verschiedenen methodologischen Ansätzen, sondern auch von multiperspektivischer Herangehensweise und Erfahrungswerten und unterschiedlichen Vorstellungen und Ideen.

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Wer kann MApentiure nutzen?Wer kann MApentiure nutzen?

    Als Pilotprojekt ist das erste Etappenziel von MApentiure die Implementierung der Inhalte auf die ILIAS-Lernplattform der Philipps-Universität Marburg und die Nutzung über die ILIAS-Pegasus-App. In einem weiteren Schritt wird der DigLL-Projektverbund eine neue institutionsübergreifende Online-Plattform aufbauen, die dann auch MApentiure als neues Zuhause dienen soll und von Lehrenden und Studierenden aus ganz Hessen genutzt werden kann.

Ansprechperson

Prof. Dr. Nathanael Busch