22.04.2026 Tagung | Audiovisuelle Inszenierungen von Gender – Zwischen Ästhetisierung und Politisierung | 18.–20. Juni 2026
20. Symposium der Kieler Gesellschaft für Filmmusikforschung
Herzliche Einladung zur Tagung "Audiovisuelle Inszenierungen von Gender – Zwischen Ästhetisierung und Politisierung"
Philipps-Universität Marburg, 18.–20. Juni 2026
Die Inszenierung von Gender geschieht auf allen Ebenen des Films: narrativ, visuell und auditiv, z.B. durch Verhaltensnormen, Körperbilder, Stimmklang und Musik. Insbesondere lassen sich dabei vergeschlechtlichte Topoi und Motive, wie Zitate, Anspielungen und Archetypen im Bereich des Sounds / der Musik sowie der bildlichen Gestaltung feststellen. Diese wirken intermedial zusammen, konstruieren und dekonstruieren sich gegenseitig. Um die jeweils eigenen historischen und fachspezifischen Diskurse dieser Themenfelder miteinander zu verbinden, bieten sich interdisziplinäre Perspektiven an.
Hier setzt das 20. Symposium der Kieler Gesellschaft für Filmmusikforschung an, das vom 18.–20. Juni 2026 in Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Institut der Philipps-Universität Marburg und dem Forschungszentrum Musik und Gender (Hannover) stattfinden wird. Dabei wird Gender zunächst als ästhetisches Konstrukt verstanden, das sich über Bild und Ton konstituiert, aber freilich auch politisches Ausdrucksmedium sein und Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen nehmen kann: So kann die filmische Ästhetisierung z.B. auch zur Normalisierung oder gar Romantisierung problematischer Rollenbilder und Verhaltensformen führen, diese andernfalls aber auch invertieren.
Internationale Forschende weiten in ihren Beiträgen bestehende oder neue Forschungsinteressen und Projekte auf (intersektionale) Gender-Aspekte aus und reflektieren ebenfalls über die (historischen) Referenzrahmen der beteiligten Fachkulturen.
Die Tagung findet in Präsenz statt. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.
Organisation: Jun.-Prof. Maria Behrendt (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Forschungszentrum Musik und Gender) und Dr. Lisa Hecht (Philipps Universität Marburg, Kunstgeschichtliches Institut) in Kooperation mit der Kieler Gesellschaft für Filmmusikforschung.
Das ausführliche Programm finden Sie im Flyer zur Veranstaltung.
Das Plakat zur Veranstaltung finden Sie unter diesem Link.