30.03.2021 Postmodernes Schreiben bei Houellebecq, Scarpa und Self

Den letzten Vortrag im Romanistischen Kolloquium des Wintersemesters 2020/21 hielt Marco A. Cristalli. Am Abend des 09.02.2021 präsentierte er den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern sein Promotionsprojekt zum Thema Männlichkeit in der Literatur der Postmoderne

Foto: Lucas Heinisch; Foto/Screenshot von Präsentation

Seit 2017 ist Marco A. Cristalli als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Romanische Philologie und forscht im Rahmen seiner Promotion zum Thema Männlichkeitsdarstellungen in britischer, französischer und italienischer Literatur der Postmoderne. Dabei betrachtet er in vergleichender Perspektive verschiedene Texte von Michel Houellebecq, Tiziano Scarpa und Will Self. Männlichkeit müsse in Texten als eigene Kategorie verstanden werden, um sie analysieren zu können, so Cristalli zur methodischen Vorgehensweise. Die Darstellung von Körperflüssigkeiten habe in der literaturwissenschaftlichen Forschung in der Vergangenheit eher weniger Beachtung erfahren, obwohl sie eine entscheidende Rolle in postmoderner Literatur einnehme. Sie diene vor allem als Schockeffekt, stellte Cristalli heraus. Was Houellebecq, Scarpa und Self miteinander vereine, sei die drastische Darstellung von Körperflüssigkeiten in den Texten und ein ähnlicher Schreibstil. Damit begründete Marco A. Cristalli am Ende seines Vortrags die Zusammenstellung dieser drei Autoren in seiner Untersuchung.

 

 

Geschrieben von Lucas Heinisch

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