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Qualifikationen

Der Studiengang bereitet Sie darauf vor, außerschulische Bildungsprozesse über den gesamten Lebensverlauf professionell zu gestalten und Menschen beim lebenslangen Lernen zu begleiten. Sie erwerben fundiertes Wissen über die historischen, gesellschaftlichen und theoretischen Grundlagen des Lebenslangen Lernens und lernen, dieses Wissen gezielt in der Praxis einzusetzen.

Sie verstehen zentrale erziehungswissenschaftliche Konzepte wie Lebensverlauf, individuelle Lernbiografien und die Bedingungen von Lernprozessen – und können diese auf unterschiedliche pädagogische Herausforderungen übertragen.

Darauf aufbauend entwickeln Sie die Fähigkeit,

  • Zielgruppen systematisch zu analysieren
  • Methoden der Bedarfs‑ und Sozialraumanalyse anzuwenden
  • Bildungsangebote teilnehmenden‑ und bedarfsorientiert zu planen
  • Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Planung und Umsetzung von Bildungsangeboten in der Erwachsenen‑ und außerschulischen Bildung (Meso‑ und Mikrodidaktik).

Als Hauptfach im Kombinationsbachelor lässt sich der Studiengang mit Fächern aus den Sozial‑ oder Wirtschaftswissenschaften kombinieren, sodass Sie Ihr persönliches Profil gezielt schärfen können.

Wenn Sie das Studium des Bachelors Bildungs- und Erziehungswissenschaft abgeschlossen haben, sollten Sie über folgende Qualifikationen verfügen:

Hardskills - welche fachlichen Kompetenzen erwerbe ich?

  • Analytische Kompetenzen: Sie sind in der Lage, Lehr-Lern-Prozesse, ihre Voraussetzungen und Bedingungen zu erkennen und unter verschiedenen Blickwinkeln zu reflektieren
    Didaktische Kompetenzen: Sie können Lehr-Lern-Arrangements entwickeln und evaluieren
  • Forschungskompetenzen: Sie haben die Fähigkeit, pädagogische Prozesse in einer forschenden Perspektive zu untersuchen, eigene kleine Forschungsvorhaben zu planen und umzusetzen
  • Wissen über fachliche Strukturen: Sie sind im institutionellen Gefüge des Bildungswesens jenseits der Schule orientiert: organisatorisch, strukturell, rechtlich

    Softskills - Was lerne ich außerdem?

    • Kommunikative Kompetenz: Im Studium üben Sie in vielfältigen Situationen ein, komplexe Sachverhalte strukturiert und verständlich zu erläutern. Sie haben gelernt, fachlich begründet zu argumentieren und einen professionellen Standpunkt einzunehmen und kommunikativ zu vertreten. 
      Sie können in einem Vortrag/Referat Inhalte didaktisch aufbereitet vermitteln und in Gruppen zu guten Arbeitsergebnissen gelangen.
    • Organisationskompetenz und Selbststrukturierung: Das Studium stellt Sie vor die Herausforderung, sich selbst und Ihren Lernprozess zu strukturieren, sich Ziele zu setzen und diese innerhalb einer festgesetzten Zeit zu erreichen. Neben der inhaltlichen Ausbildung ist dies ein wichtiger Lernprozess, der Sie auf ein späteres Berufsleben vorbereitet. Nutzen Sie diese Seite eines Hochschulstudiums als Lernfeld! Die Dozent*innen und die Studienberatung stehen Ihnen als Reflexionshilfe zur Verfügung!
    • Ambiguitätstoleranz: Das Wort Ambiguitätstoleranz beschreibt die Fähigkeit, Mehrdeutigkeit, Widersprüchlichkeit und Unklarheit in Situationen anzunehmen, auszuhalten und damit konstruktiv umzugehen. Erziehungswissenschaftliche Theorieangebote und Denktraditionen sind selten "richtig" oder "falsch", sondern beleuchten jeweils bestimmte Aspekte oder Seiten eines Gegenstandes, nehmen unterschiedliche Standpunkte und Perspektiven ein oder bewerten Sachverhalte unterschiedlich. 
      Was für die Wissenschaft gilt, gilt um so mehr für pädagogisches Handeln: Pädagogisches Handeln bedeutet immer auch, mit Uneindeutigkeiten und Widersprüchen umzugehen und trotzdem handlungsfähig zu bleiben. Das Studium bereitet Sie darauf vor.

    Diese Fähigkeiten und Ihr Fachwissen bereiten Sie auf eine ganze Reihe von Tätigkeitsfeldern im Bereich des Lehrens und Lernens außerhalb von Schule vor, die Sie während des Studiums selbstständig näher beleuchten sollten, zum Beispiel durch Praktika. Denn wenn Sie wissen, was Sie können, was Sie interessiert und welche Anforderungen bestimmte Berufe haben, können Sie ins Berufsleben starten.

    Bitte beachten Sie: Sie erlangen mit dem Abschluss nicht den Status einer "Pädagogischen Fachkraft" in Hessen gemäß HKJGB §25, 2. Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe (z. B. in stationären Jugendwohngruppen oder im Elementarbereich) können Sie daher als Absolvent*in mit dem Hauptfach "Erziehungswissenschaft: Bildung und Lernen im Lebensverlauf" nicht ausüben. 

    Die staatliche Anerkennung für "Soziale Arbeit"/"Sozialpädagogik" wird mit dem Abschluss des BA "Bildung und Lernen im Lebensverlauf" ebenfalls nicht erworben.

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