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Frauen und Macht. Warum sie sich gegenseitig nicht mögen.

Interdisziplinäre Ringvorlesung. FRAUEN und MACHT

Veranstaltungsdaten

22. April 2020 20:00 – 22. April 2020 22:00
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Hier der Link zum Livestream: https://webconf.hrz.uni-marburg.de/b/den-wdz-hrn

Politische Macht, so wie wir sie in Europa kennen, ist historisch ein exklusiv männliches Konzept: Erfunden von Männern für Männer unter explizitem Ausschluss der Frauen. Doch mit der Emanzipation haben Frauen sich den Zugang zur Macht erkämpft – theoretisch jedenfalls. Praktisch sind jedoch viele gesellschaftliche Machtpositionen auch nach vierzig Jahren aktiver Gleichstellungspolitik weiterhin männlich dominiert. So sehr, dass manche sich inzwischen fragen, ob es vielleicht an den Frauen selbst liegt: Mögen sie die Macht am Ende einfach nicht? Diese Frage kann natürlich leicht mit Verweis auf geschlechtsspezifische Sozialisation und hartnäckige Strukturen verneint werden. Vielleicht ist es aber auch lohnend, ihr nachzugehen: Was, wenn wir die Macht gar nicht brauchen, um frei zu sein? Und nicht nur "wir" Frauen, sondern alle Menschen? Wenn Pluralität ohne Hierarchien möglich wäre, und Differenz ohne Krieg? Antje Schrupp plädiert für eine feministische Praxis der Verschiedenheit, in der Assimilation keine Bedingung für Anerkennung ist und Freiheit nicht von „oben“ garantiert werden muss.

CV

Dr. Antje Schrupp, geboren 1964, studierte Politikwissenschaften, Philosophie und Ev. Theologie an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt am Main. 1992 promovierte sie bei mit einer Arbeit über feministische Sozialistinnen im 19. Jahrhundert. Sie ist Journalistin, Publizistin und freie Autorin und beschäftigt sich vor allem mit weiblicher politischer Ideengeschichte. Ihr aktuelles Buch „Schwangerwerdenkönnen. Essay über Körper, Geschlecht und Politik“ erschien 2019 im Ulrike Helmer Verlag.

Referierende

Dr. Antje Schrupp

Veranstalter

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung